Oldenburg - Einige unbekannte Gesichter im Staatsorchester schon bei der Gala – und eine gewichtige Neuerung dazu: Das Staatstheater hat eine Orchesterakademie ins Leben gerufen. In ihr werden Musikerinnen und Musiker, die sich noch im Studium befinden, früh an den Berufsalltag im Orchester herangeführt. Da besteht mittlerweile bei allen Orchestern Einhelligkeit: Für eine professionelle Orchesterlaufbahn braucht es mehr, als das eigene Instrument auf höchstem Niveau zu beherrschen.

Die Akademisten sind zwischen 21 und 28 Jahren alt. Sie erleben neben Coaching und Trainingseinheiten auch direkt Zugang zur Bühne, siehe „Vorhang auf.“ Es sind eigene Akademiekonzerte geplant, ebenso das direkte Orchesterspiel mit den Profis. Vorbild sind die Orchesterakademien der Berliner Philharmoniker oder beim Bayrischen Rundfunk.

14 Akademiestellen sind vorgesehen. Die Musikerinnen und Musiker kommen aus neun Nationen mit einem Stipendium bis zu zwei Jahren: Kalliope Rizou (Griechenland/Violine), Berkay Olgun (Türkei/Viola), Mitja Stockhaus (Deutschland/Cello), Yi Xu (China/Kontrabass), Lisa Le Cornet (Frankreich/Flöte), Rebecca Cherry (Dänemark/Oboe), Laura-Sophie Witt (Deutschland/Klarinette), Talya Morad (Israel/Fagott), Konstantin Kösling (Deutschland/Horn), Laurin Klemmer (Deutschland/Trompete), Alberto Belzunegui (Spanien/Posaune), Moritz Schwalgin (Deutschland/Schlagwerk), Laura Laszloffy (Österreich/Harfe). Offen ist noch eine Violin-Position.