• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Werkstattkonzerte In Oldenburg: Im Staatstheater trifft Harry Potter auf Rheingold

07.09.2017

Oldenburg Natürlich hat Thomas Honickel vor dem ersten Werkstattkonzert der neuen Theatersaison am nächsten Mittwoch dicke Wagner-Partituren studiert. Er hat opulente Wälzer über den komplexen Komponisten durchforstet und die rund hundert Motive erfasst, die durch den „Ring des Nibelungen” führen. Und: Der 60-Jährige hat sogar eingehend über das Alter der Oldenburger nachgesonnen.

Wozu braucht ein Dirigent und Moderator das denn? „Man sollte schon wissen, welche Zielgruppen man mit dieser Konzertform erreichen kann”, sagt Honickel. In der vorigen Spielzeit hat er erstmals diese Reihe zu musikalischen Hintergründen angeboten. Sie erweitert die Serie der etablierten Kinder- und Jugendkonzerte, der Familienkonzerte, der Angebote zu „Kinder im Orchester” und anderen pädagogisch geprägten Entwürfen.

„Junge Menschen haben wir bei uns schon sehr gut eingebunden”, befindet der Leiter der heranwachsenden „Klanghelden”, des jungen Chores am Theater. „Jetzt sprechen wir zielgerichtet die Erwachsenen an, jene Musikliebhaber, die sich schon viele Kenntnisse erworben haben, aber immer noch neugierig auf weitere sind.“

„Das Rheingold”, mit dem das Staatstheater in der vorigen Saison die Tetralogie des „Rings” eröffnet hat, eignet sich bestens dafür. „40 der 100 Leitmotive tauchen hier schon auf”, rechnet der Dirigent vor. „Es sind alle Fäden zu ,Walküre’, ,Siegfried’ und ,Götterdämmerung’ gelegt.“ Mehr noch: „Auch bekannte alte Märchen und neue verbergen sich in der Mythologie des ,Rings’. Sogar Harry Potter lässt da grüßen.“

Sechs Sängerinnen und Sänger bringt Honickel dazu auf die Bühne des Großen Hauses. „Melanie Lang und Timo Schabel habe ich für die Darstellung der Fricka und des Loge regelrecht bequatscht”, verrät er und freut sich diebisch über den Coup.

Vor allem aber: Auch das Orchester sitzt auf der Bühne. „Große Entwicklungen finden in den instrumentalen Partien statt”, erläutert Honickel. „Hier kann man das viel intensiver verfolgen als im Graben. Man hört mehr, wenn man es sieht.“ Also wird er als Moderator auch die Instrumente und ihre Zuordnungen und Klangfarben zu bestimmten Handlungsabläufen erläutern, wird extra die Tuben vorstellen. Marne Ahrens erzählt dazu die ,Rheingold’-Story.

Wer soll sich das nun anhören und anschauen?

„Wir setzen auf alle Altersgruppen ab 35 Jahren”, kalkuliert Honickel. Er weiß, „dass die 25- bis 35-Jährigen fast weg sind, es ist die fürs Theater am schwersten zu greifende Gruppe wegen der starken Belastungen mit Beruf und Familie“. Doch da fügt er schmunzelnd an: „Zurückweisen würden wir natürlich von denen keinen!”

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.