Elsfleth - Wenn das Lichterfest gefeiert werden soll, dann richtig. Darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Marktwesen und Touristik am Montagabend einig. Das Problem: Ein richtiges Lichterfest nach dem Geschmack von Touristik und Politik kostet Geld. Rund 13 000 Euro würde das Fest mit einem, so Fachdienstleiter Wolfgang Böner, „attraktiven Rahmenprogramm, das Leute herzieht und hält“, kosten.

Nur: Die Stadt hat lediglicht 3000 Euro im Haushalt eingeplant. „Und mehr wird es auch nicht geben“, machte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs (parteilos) deutlich.

Gefeiert werden soll am Wochenende 7. und 8. Oktober, am Sonntag sollen auch die Geschäfte öffnen. Von Kaje über Rathausplatz bis zum Heye-Park sollen beleuchtete Gebäude und Pflanzen, selbststrahlende Skulpturen, Lampions und Reflektorbänder an neun Stationen für stimmungsvolles Ambiente sorgen. Nachmittags soll es an beiden Tagen ein Familienprogramm mit Tanzvorführungen und Musik sowie Gästeführungen geben, Am Samstagabend ist zudem der Auftritt einer Band im Zelt geplant. Um dieses Programm auf die Beine stellen zu können bedarf es einiger Finanzmittel; allein 7600 Euro kostet das Lichterfest, knapp 2000 Euro das Rahmenprogramm.

3400 Euro sind bisher als Spenden zusammengekommen – für Fuchs ein tolles Ergebnis, da das Rahmenprogramm bisher nicht bekannt war. Mit diesem sollen nun weitere Mittel eingeworben werden. Die ursprüngliche Frist wurde verlängert. Um weiter planen zu können, sollten sich Sponsoren aber umgehend bei der Touristik ( t  04404/989081) melden.

Trotz der finanziellen Risiken solle man „dem Konzept eine Chance geben“, so Daniel Röhrl (SPD). Das Lichterfest könne „eine hochwertige Geschichte werden, mit der wir uns in der Wesermarsch abheben“. Auch Günther Vögel (CDU) sprach sich dafür aus, „der Stadt ein neues Highlight zu geben“. Alternativen wie eine Ein-Tages-Veranstaltung oder ein Verzicht aufs Lichterfest fanden ebenso wenig Gefallen wie eine Verquickung mit dem Krammarkt (16. bis 18. September).