Oldenburg - Fünf Baumhäuser galten als eine der Attraktionen des Schlossgartenjubiläums in diesem Sommer. Mit einer Summe von 100 000 Euro waren sie auch einer der dicksten Posten im Jubiläumsbudget. Überdies sollten sie im Nachhinein versteigert werden (NWZ  berichtete), was auch versucht wurde. 13 Bewerbungen zählte man, von denen offenbar die meisten nicht infrage kamen.

Zwei der Baumhäuser lagern nämlich nun in den Hallen auf dem Fliegerhorst und sollen nach Auskunft von Stadtsprecherin Swantje Engel in der Stadt Oldenburg im kommenden Jahr wieder aufgebaut werden. Wo genau im Stadtgebiet, das sei allerdings derzeit noch nicht klar.

Die Stadt habe großes Interesse an den Häusern bekundet, berichtet Prof. Dr. Rainer Stamm, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Ein weiteres Haus wird von einer privaten Familie genutzt, die sich beworben und den Zuschlag von der Jury erhalten hatte. Gefreut hatte man sich über die Bewerbung der Nordenhamer Förderschule am Siel. Deren Schulorchester etwa will im Gegenzug ein Konzert geben.

Die Stadtverwaltung wird nicht singen, sondern überweist Geld an das Land Niedersachsen, da der Schlossgarten bekanntlich eine Landeseinrichtung ist. „Die beiden Baumhäuser wurden von der Stadt nicht ersteigert“, erläutert Swantje Engel, „sondern es wurden zwei Häuser für je 1000 Euro erworben, die bei der Versteigerung übrig geblieben sind.“ Bei beiden Häusern kämen noch weitere Kosten auf die Stadt zu, da beide Häuser repariert, gesichert und gegen Vandalismus geschützt werden müssten.

Der Bremer Baumhaus-Architekt Andreas Wenning hatte die aus Lärchenholz gefertigten Häuser so mit Gurten an Bäumen des Schlossgartens verspannt, dass die Häuser demontiert werden konnten und die Stämme keinen Schaden nahmen.

Von Anfang an sei Bedingung gewesen, so erläutert Prof. Stamm, dass die Häuser anschließend weiter verwertet werden können. „Ich halte nichts davon, wie oftmals beim Messebau, so etwas nach einer Ausstellung zu schreddern.“ Ab Ende August also standen die Baumhäuser zur Versteigerung.

Zunächst kamen die Bewerbungen spärlich, später waren es dann eben doch jene 13 Interessenten. Manche hätten, so schildert Prof. Stamm, einfach haftungsrechtliche Vorgaben und Installationsmöglichkeiten unterschätzt.

Unter dem Strich sind nun – inklusive der zwei, die die Stadt Oldenburg kauft – vier Häuser verteilt und für das fünfte gibt es eine Zusage.