Cloppenburg - Auf der einen Seite 315 Cloppenburger, die sich ins Kostüm geworfen haben, um ihrer Stadt zum Stadtwetten-Sieg zu verhelfen und die Beatles-Zeit zum Leben zu erwecken. Auf der anderen Seite rund 13 000 Besucher, die das Spektakel auf dem Marktplatz live erleben wollten und das alles medial von Zeitungen, Radio und Fernsehen begleitet – „besser hätte es nicht laufen können“, bilanzierte Jan Kreienborg, bei der Stadt Cloppenburg zuständig fürs Marketing. Eine solche Werbung sei fürs Image der Stadt viel wert.
Was der Spaß wie U-Boot-Bau, Starclub-Portal-Kreation bis hin zum Kostüm-Verleih gekostet hat, wollte Kreienborg indes nicht beziffern. „Wir rechnen noch“, sagte er. Dennoch könne er schon jetzt sagen, dass der Mehrwert gemessen an den Ausgaben wesentlich höher gewesen sei, als eine vergleichbare Ausgabe für Werbung oder Marketing-Aktionen. „Rund 5000 bis 6000 der 13 000 Besucher kamen von außerhalb“, so Kreienborg. Diese hätten die Stadt erneut gesehen, teils auch das Angebot der langen Shoppingnacht in Anspruch genommen – das sei einfach gute Werbung.
Und apropos gut – als gut bewertet der Stadtmarketing-Beauftragte auch die Kooperation mit Kaufmannschaft, Vereinen und Verbänden. Die Planungen, so gab er an, hätten schon vor Monaten begonnen, als der Termin für die NDR-Sommertour bekanntgegeben worden sei. Es sei ein Projektmanagement beschlossen und ein Zeitplan festgezurrt worden. Alle hätten gut zusammengearbeitet, wobei ein großes Dankeschön vor allem den Ehrenamtlern gelten müsse. Ohne diese wäre die vergangene Woche nach Bekanntgabe der Aufgabe für die Stadtwette nicht so gut gelaufen.
Zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen für die Vorbereitung der Stadtwette auch mit der Resonanz der Cloppenburger, denn die – so die Rückmeldungen – hätten viel Spaß an der Veranstaltung gehabt. Gute Note gab’s auch vom NDR, der – wie berichtet – mit großer Bühne und Show-Acts wie Chris Norman aufgelaufen war.
Unklar ist noch, was aus dem gelben U-Boot im „Yellow Submarine“-Style wird. Die Stadt ruft alle Cloppenburger auf, bei der Verwaltung Ideen einzureichen. Und auch der Verbleib des Starclub-Portals, auf dem sich zahlreiche Cloppenburger verewigt haben, ist noch unklar. Vorerst wurde es laut Kreyenborg auf dem Bauhofgelände untergebracht.
