STAPELFELD - Wow! Das ist Jazz vom Feinsten. Wenn die Jungs aus Dinklage zu ihren Instrumenten greifen und als „DiJaCo-Bigband“ unter der Leitung von Thomas Stanko loslegen, bleibt keiner ruhig auf seinem Stuhl sitzen. So war es auch am Sonntag im Brunnenhof der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS). Schon traditionell endeten die Stapelfelder Jazztage mit einem zünftigen Jazzbrunch. Diesmal mit den Musikern aus Dinklage.
„Wir spielen richtigen Jazz“, schwärmte Stanko. Die Titel, so versprach der Musiker vorab, verlange den Musikern alles ab, aber auch den Zuhörern. Und beide ertrugen es voller Begeisterung über zwei Stunden. „Es werde laut, jazzig, modern und rockig, ziemlicher Hardcore“, lautete sein Versprechen. Heute gäbe es keine leichte Kost, wie bei vielen anderen Konzerten unterschiedlichster Big Bands. „Aber genau das macht man als Bigband viel zu selten“, so Stanko. Und so erlebten die Jazz-Liebhaber im ersten Teil überwiegend Swing und im zweiten Teil Rock und Latin. Zu hören waren unter anderem Stücke der Jazzgrößen Sammy Nestico und Tim Davis. Dazu gab’s Bratwurst, Steaks, Salate und passende Getränke unter freiem Himmel bei bestem Wetter.
Der fulminante Schlussakkord der Stapelfelder Jazztage, die gemeinsam von den Jazz- und Bluesfreunden Cloppenburg und der KAS veranstaltet werden, konnte nicht über die geringe Anzahl an Teilnehmern der angebotenen Workshops hinwegtäuschen. So blieben von fünf avisierten Dozenten der Trompeter Benny Brown und Heiko Fabig von der KAS übrig, um an sechs jungen Blechbläsern aus der Region Tipps und Tricks weiter zu geben. Dabei ging es vor allem um die Spiel- und Atemtechnik. Aber auch der Bereich der Improvisation im Jazz hatte einen großen Anteil. „Wir haben viel gelernt“, sind sich der Cloppenburger Benjamin Stanko und Leonard Kalvelage aus Halen einig. Vieles aus den Unterrichten könnten sie mit nach Hause nehmen, um es dort weiter zu üben und zu festigen. Ob Improvisationen oder Atemtechnik: „Das war eine ganz coole Aktion“.
Zu den Jazztagen gehörten auch Konzerte im Cloppenburger „Beebop“.
