STAPELFELD - Mit erlesenen Stichproben aus der Renaissance hat die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) am Sonntag, 6. April, ihr neues Angebot „Gänsemarsch der Stile“auf den Weg gebracht. Die in dieser Veranstaltungsreihe geplanten Matinee-Treffen sollen nach dem Willen der Verantwortlichen die Epochen europäischer Kulturgeschichte mit Beispielen aus Musik, Literatur und Kunst widerspiegeln.
Für die Kunst stand Dr. Martin Feltes (KAS) ein. Er deutete Albrecht Dürers 1514 geschaffenes Gemälde „Melancholia“ als verschlüsseltes Selbstbildnis des Künstlers, das zugleich auf das Selbstverständnis der Renaissance verweist. Die handwerkliche Ausführung, das theoretische Wissen oder die Originalität einer Idee machten die Qualität eines Werkes aus, betonte Feltes.
Dass die Literatur der Renaissance Tagesaktualität in sich birgt, bewies der Germanist Prof. Eberhard Ockel (Hochschule Vechta). Den ersten Abschnitt seines Referates begann er mit dem Mythos „Venus und Adonis“ von William Shakespeare (1564 – 1616). Zeitloser ging es dann mit anderen Texten weiter: Etwa mit einigen Auszügen aus dem „Volksbuch der Schildbürger“, das 1598 erstmals erschien, und das Karl Simrock im 19. Jahrhundert übersetzt hat.
Mit Musik der Themenepoche unterhielten Beate Stanko (Sopran) und Günter Krause (Gitarre) von der Cloppenburger Musikschule. Die nächste Matinee im „Gänsemarsch der Stile“ steht für Sonntag, 4. Mai, im Terminkalender der KAS.
Europa zeigt
sein Gesicht durch Künstler, Musiker
und Literaten
