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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musikfest: Stehende Ovationen zum guten Schluss

21.09.2015

Bremen Die Bremer scheinen eine besondere Liebe zur Musik Rossinis zu haben. Wahre Begeisterungsstürme entfachte am Sonnabend seine Oper „La Cenerentola“ in einer konzertanten Aufführung mit dem italienischen Kammerorchester „Europa Galante“ unter dem Dirigenten Fabio Biondi zum Abschluss des diesjährigen Musikfestes in der Glocke.

„La Cenerentola“, 1817 uraufgeführt, ist im Wesentlichen die Geschichte vom Aschenputtel. In der Titelrolle brillierte Vivica Genaux, in der großen Schlussarie wusste sie mit eigenen Verzierungen zu überraschen. Prinz Don Ramiro wurde von Franceso Marsiglia besonders in der Mittellage mit eleganter Tenorstimme verkörpert.

Komödiantisch

Zum Star des Abends avancierte der Bass-Bariton Bruno de Simone. Was für ein Genuss, ihm in der Rolle des Aufschneiders Don Magnifico zusehen zu können. In der Freiheit einer konzertanten Aufführung spielte er sein mitreißendes komödiantisches Können vollständig aus. In den Arien begeistert sein differenzierter, farbenreicher Gesang. Der Kammerdiener Dandini war mit Clemente Antonio Daliotti ebenfalls ideal besetzt und im Duett „Un segreto d’importanza“ (Ein wichtiges Geheimnis) mit Bruno de Simone ein gleichwertiger Partner.

Die beiden Schwestern, gesungen von Damiani Mizzi (Clorinda) und Adriana die Paola (Tisbe), machten bereits mit den ersten Tönen ihren zickigen Rollencharakter sichtbar und sorgten für Amüsement im Publikum. Auch der junge Nachwuchssänger Renato Dolcini hat seine Aufgabe in der Rolle des Alidoro gut gemeistert. Er sang auch die Arie aus der Uraufführung „Ein großes Theater ist die Welt“, die heute nur selten dargeboten wird.

22 000 Besucher

Das Orchester mit dem geigenden Dirigenten Fabio Biondi und der Männerchor des Musikfestes unter der Leitung von Detlef Bratschke schmolzen homogen mit den Solisten zu einer Einheit zusammen. Das gesamte Ensemble hatte sich den überwältigenden Schlussapplaus mit stehenden Ovationen wohl verdient.

Schon vor dem Verklingen der letzten Töne zogen Intendant Professor Thomas Albert und Geschäftsführer Jörg Ehnholt zufrieden eine erste Bilanz des 26. Bremer Musikfestes. Das Festival habe erneut markante Akzente gesetzt und sein international ausstrahlendes Renommee unterstrichen. Rund 22 000 Besucher haben die 37 Veranstaltungen in Bremen und ausgewählten Spielstätten im Nordwesten besucht. „Damit haben wir eine Auslastung von 82 Prozent erreicht“, so Albert. Das 27. Musikfest Bremen findet vom 20. August bis 10. September 2016 statt.


     www.musikfest-bremen.de 
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