• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Steiniger Weg nach Ganderkesee

12.08.2010

GANDERKESEE Wenn es darum geht, ein geschickt ausgewogenes Programm zu entwerfen, dann zählt Thomas Albert als Intendant des Musikfestes Bremen (21. August bis 11. September) zu den gewieftesten Füchsen. Da mischt er Standardwerke und Stars, die ein breites Publikum finden, raffiniert mit Angeboten an Minderheiten. Und wer weiß: Beim 21. Musikfest könnte das integrierte 1. Arp-Schnitger-Festival sogar auffällig aus der Nische hervortreten.

10 000 Euro als Preis

Offiziell passt sich das Orgelfest vom 22. August bis zum Abschlusskonzert in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) am 29. August in den Musikfest-Rahmen ein. Doch bereits ab 16. August treten zwölf Organisten intern in Aktion. Das sind die zugelassenen Teilnehmer am Internationalen Schnitger-Wettbewerb. Schon mit der Dotierung von 10 000 Euro für den ersten, 5000 für den zweiten und 3000 für den dritten Platz sticht er heraus.

In der Jury sitzen Größen wie Michel Bouvard aus Frankreich oder der japanische Bach-Papst Masaaki Suzuki. Hans Davidsson aus Bremen, der Vorsitzende der in Golzwarden (Stadt Brake) angesiedelten Arp-Schnitger-Gesellschaft, steht dem Neuner-Gremium vor.

Das Niveau ist damit vorbestimmt. „Es sind die wohl besten jungen Talente weltweit”, erwartet Organisator Jann-Hendrik Meyer. Bei der Auswahl spielten die Referenzen der Lehrer eine große Rolle. Tonträger der Bewerber waren nicht zugelassen: „Da kann man viel zu viel frisieren.”

Ab Montag spielt sich das Orgel-Dutzend im Bremer Dom ein. Danach macht es sich mit den historischen Instrumenten in Cappel, Altenbruch und Lüdingworth, alle im Umkreis von Cuxhaven gelegen, vertraut.

Weit reicht das geforderte Repertoire, von einem Hymnus von Hieronymus Praetorius aus dem 16. Jahrhundert bis zu dem 2009 entstandenen „Unterm Sternenlicht” der in Bremen wirkenden Younghi Pagh-Paan. „Das ist genau auf die Orgel in St. Martini in Bremen zugeschrieben”, sagt Meyer. Der Schwerpunkt indes liege bei Renaissance und Barock.

Etwas kess angelegt

Auf die erste Runde folgt eine Zwischenrunde auf der Silbermann-Orgel im Bremer Dom. Die Entscheidung fällt am 28. August in St. Martini. Die Preisträger konzertieren dann am 29. August in Ganderkesee. „Mit dem prächtigen Schnitger-Instrument dort in St. Cyprian und Cornelius haben wir beste Erfahrungen”, lobt Meyer. Mehr noch: „Die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde klappt großartig.“

Etwas kess steht vor dem Festival gleich die Nummer Eins. „Uns ist an Nachhaltigkeit gelegen, das erste Fest soll Nachfolger bekommen”, sagt die Jury. Mit einem Sonderpreis setzte sie eine Marke. Es wird ein „Cappel-Stipendium” geben: Ein Bewerber wird eingeladen, eine Woche in St. Peter und Paul zu üben und im Konzert aufzutreten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.