Steinloge - Als kleinster Schützenverein in der Gemeinde Großenkneten wollen die Schützen ihr jährliches Fest nur noch in kleinem Rahmen feiern. „Auch wenn das Schützenfest eine Tradition ist, so werden die Betriebskosten immer höher“, bedauert der Vorsitzende Stefan Teutenberg.
Der Schützenverein möchte eine Gleichstellung gegenüber den Sportvereinen in der Gemeinde erreichen. Es soll daher ein Antrag gestellt werden, in dem die Gemeinde sich an den Kosten beteiligt. Schließlich handelt es sich nicht nur um die Brauchtumspflege, sondern auch um Schießsport. Die Traditionsfeier soll auch weiterhin bestehen bleiben, doch der Aufbau eines Großraumzeltes sowie Musik zum Tanz wird es künftig in dieser Form nicht mehr geben. Die Versammlungsmitglieder beschlossen deshalb, das Schützenfest herunterzufahren. Auch fehle hier die Unterstützung der Dorfbewohner in Steinloge, und der Nachwuchs sei ebenso wenig vorhanden. „Die Zeit hat sich eben gewandelt“, meinte Teutenberg.
Der Verein will sich künftig nur noch am Bundesschützenfest beteiligen. Denn auch die Teilnahmeresonanz an anderen Schützenfesten sei unter den Mitgliedern sehr gering. Im Schützenverein Steinloge sind gegenwärtig 20 Schützinnen und Schützen aktiv, doch der Altersdurchschnitt ist sehr hoch.
Neu gewählt wurde als 2. Schriftführer Christian Kunauer. Er löst damit Klaus Zitter ab, der nach 20 Jahren Vorstandsarbeit aufgehört hat. Neu dabei ist auch Stefan Voß. Er besetzt die Position als stellvertretender Schießwart. An erster Stelle steht dort Klaus Teutenberg.
Geehrt wurde Renate Voß für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein.
Das Schützenfest, das sonst immer am zweiten Wochenende im Juni stattfindet, soll voraussichtlich zum 31. Mai vorverlegt werden.
