STENUM - Der Kirchenchor des ev.-luth. Pfarrbezirks Stenum hat sich nach einem Jahr etabliert. Die Zahl der Sänger ist von sieben auf 13 angewachsen, acht Auftritte wurden bereits absolviert. Doch ein Manko zwingt Leiterin Teresa Schmutte immer wieder zum Improvisieren: „Wir haben zwar zwei Bässe, aber keine Tenöre.“ So übernehmen Frauenstimmen, was eigentlich für Männer gedacht ist.
Logisch, dass der Wunsch nach weiteren Tenören (und natürlich auch nach Verstärkung der anderen Stimmen) für Teresa Schmutte ganz obenan steht. Interessierte könnten einfach mal bei den Proben vorbeischauen (mittwochs von 17.45 bis 19.15 Uhr im Timotheus-Haus). Notenkenntnisse seien nicht erforderlich, auch müsse niemand Chorerfahrung mitbringen.
Der bislang namenlose Chor bereitet sich zurzeit vor auf die Verabschiedung von Pastorin Reinhild Sander am 3. Juni und die Begrüßung von Pastor Eckhard Dreyer am 1. Juli. Bislang, so sagt Kirchenmusikerin Schmutte, seien für die Auftritte während der Gottesdienste fast ausschließlich deutschsprachige Stücke einstudiert worden. Für die Zukunft peilt sie an, das Repertoire um Stücke mit lateinischen Texten, vielleicht auch um slawische Sprachen zu ergänzen. Dabei hat sie unter anderem orthodoxe Gesänge im Kopf.
Die Motivation sei groß. „Ich habe es noch nie erlebt, dass Choristen so begeistert waren. Da werden die Noten zum Üben mit nach Hause genommen.“ Seit einiger Zeit singe der Chor vierstimmig – gern Musik aus dem Frühbarock (etwa von Praetorius), aus der Romantik oder auch Zeitgenössisches (wie Taizé-Gesänge).
Teresa Schmutte betont, dass auch die Geselligkeit gepflegt werde. Bei jedem der Probenabende werde eine Pause eingelegt. Die Sängerinnen und Sänger hätten sich vor der Gründung des Chores teilweise noch nicht gekannt.
