Lemwerder - Auf den ersten Blick sind die Philippinen ein Inselstaat mit fruchtbarem Grün und fischreichen Gewässern. Tatsächlich jedoch ist dort aufgrund der Armut jedes dritte Kind mangelernährt. Viele Familien ernähren sich ausschließlich von Reis, weil sie sich Obst, Gemüse oder Fleisch nicht leisten können, heißt es in dem Film, in dem Moderator Willi Weitzel den Sternsingern bei ihrem Vorbereitungstreffen erklärt, welches Land 2015 mit dem gesammelten Geld unterstützt werden soll.

Die Sternsinger sollen bei ihren Besuchen schließlich wissen, worum es bei der Sternsingeraktion 2015 geht. Eine Suppenküche für Kinder in den Slums von Manila, ein Diözesanleiter, der Schwangere, stillende Mütter und kleine Kinder mit Nahrungsergänzungsmitteln versorgt und ehrenamtliche Helfer ausbildet, oder eine Schulleiterin, die dafür sorgt, dass es in ihrer Einrichtung nicht nur Ernährungsunterricht gibt, sondern außerdem im Schulgarten gelehrt wird, wie Obst und Gemüse angebaut werden können: Diese und viele weitere Projekte sollen mit den Spenden unterstützt werden.

Auch Lemwerder gehört zu den bundesweit rund 12 000 Gemeinden, die ihre Sternsinger aussenden – eine Aktion, die sowohl für die Segensbringer als auch für die Besuchten ökumenisch ist.

20 Kinder und Jugendliche sind es dieses Mal, die zwischen Berne und Lemwerder als Kaspar, Melchior, Balthasar und Sternenträger den Segen für das neue Jahr bringen werden. Dafür, dass die Stedinger Sternsinger ihre Lieder singen können und sie mit den prunkvollen Kostümen eingekleidet werden, sorgten kurz vor Weihnachten Ronald Drews, Marion Materny, Annette Beyroth und Ulrich Schweitzer. Eine Checkliste habe das Team abzuarbeiten, damit am 3. und 4. Januar alles klappt, sagte Ronald Drews.

In fünf Gruppen aufgeteilt wird es zu rund 170 Haushalten gehen. „Wer einmal auf der Liste steht, wird automatisch jedes Jahr wieder besucht. So lange, bis er sich abmeldet“, erklärte Drews und betonte, dass die 20 Könige und Sternträger mit weiteren Betreuern und Fahrern unterwegs sind.

Noch bis Neujahr kann man sich für einen Besuch der Sternsinger in den Kirchenbüros bei Marion Materny unter t  0421/670019, bei Gisela Ley, t  0421/ 6979611 oder per Mail unter marion.materny@gmail.com anmelden.