Wildeshausen - Umziehen, anprobieren, nachbessern und natürlich den Text nicht vergessen: Bei der Generalprobe der Sternsinger ist es am Freitag im Waltberghaus wuselig zugegangen. Die 92 Kinder im Alter zwischen vier und 15 Jahren bereiten sich schon seit einiger Zeit auf das große Sternsingen am Sonntag vor.
„Segen bringen, Segen sein“ heißt es dann ab 9 Uhr in der St. Peter-Kirche in Wildeshausen. Bevor die kleinen Sänger losziehen, gibt es einen Gottesdienst mit Pfarrer Egbert Schlotmann. Danach werden sich die 92 Kinder in 20 Gruppen auf den Weg machen, um die Bewohner von Haus zu Haus mit ihrem Gesang zu erfreuen. „Die Kleinen werden vor rund 400 Haushalten ihr Lied singen“, erzählt Annegret Arkenberg, die das Sternsingen mit organisiert. Neben ihr haben viele andere freiwillige Helfer beim Kleider nähen, Sterne basteln und Spendenboxen herstellen geholfen. „Da sind immer viele Menschen im Hintergrund“, freut sich Arkenberg.
Ebenfalls freuen konnte sich die 15-jährige Schülerin Anneke von der Ecken. Sie bekam eine Urkunde von Pfarrer Schlotmann für ihren zehnjährigen Einsatz als Sternsingerin. „Ich habe immer etwas anderes gespielt, manchmal eine Rolle auch zweimal“, erzählt sie. In diesem Jahr singt sie jedoch nicht mehr selber, sondern begleitet die Gruppen auf dem Weg durch die Kreisstadt. „Das ist ganz sicher ein Ansporn für andere Kinder“, hofft Pfarrer Schlotmann. Neben der Urkunde überreicht er an jedes Kind ein Segensband, das sich die Kleinen um das Handgelenk binden können.
Das gesammelte Geld soll in diesem Jahr Kindern auf den Philippinen helfen. Viele leiden unter Mangel- oder Unterernährung. Trotz der fruchtbaren Natur haben nicht alle Zugriff auf eine ausgewogene Ernährung. Mit Hilfe der Sternsinger und der Hilfsbereitschaft der Wildeshauser soll den betroffenen Kindern geholfen werden.
