Stiftenhöfte/Harpstedt - Wenn die Gästeführer der Samtgemeinde Harpstedt „in Nachbars Garten“ rufen, dann kommen die Naturliebhaber – und zwar nicht nur aus dem Landkreis Oldenburg. So haben sich am Sonntag bei der Tagestour, die von den Gästeführern seit 2011 angeboten wird, auch Teilnehmer aus Stuhr, Achim und dem Ammerland auf die Fahrräder geschwungen.
Garten 2002 angelegt
In drei Gruppen mit jeweils um die 25 Teilnehmern fuhren die Frauen und Männer auf einer Strecke von 25 Kilometern fünf Stationen an. Zusammen mit den Organisatoren und den Gartenbesitzern seien gut 90 Personen an dem Aktionstag beteiligt gewesen, berichtete Gästeführerin Anke Rüdebusch.
„Ich musste es ja geheim halten“, sagte Regina Huntemann lächelnd, als die nächste Besuchergruppe den Rundgang durch ihren Garten in Stiftenhöfte startete. Nahm die Mutter von zwei Kindern in den vergangenen Jahren als Besucherin an „In Nachbars Garten“ teil, war sie nun gefragt worden, ob sie nicht selbst ihren Garten auf dem insgesamt 3000 Quadratmeter großen Grundstück präsentieren wolle.
2001/2002 hatte die Familie Huntemann das Haus gebaut, anschließend sich dem Garten gewidmet. „2002 haben wir das Grundstück gepflastert und die Beete angelegt. Zwei Bäume, ein Apfel- und ein Zwetschgenbaum, standen bereits auf dem Grundstück – daher weiß ich nicht, wie alt sie sind“, so Huntemann. In den darauffolgenden Jahren folgten eine Obstbaumwiese – Mirabellen, Birnen, Äpfel, Kirschen – sowie ein Erdbeer- und Heidelbeerfeld. An die grüne Fläche grenzt ein Gewässer. „Es heißt zwar hier Am Eschenbach. Das ist aber der Grünbach“, erklärte Huntemann. „Da hat man sich in der Karte verguckt“, mutmaßte sie, während sie durch den Garten führte. Die Besucherinnen und Besucher hatten dabei die Gelegenheit, Fragen zu stellen. So beeindruckte Huntemann die Zuhörer damit, dass sie die Obstbäume in Eigenregie gepflanzt hatte.
„Seit Jahren dabei“
Unter den Teilnehmern war Marianne Osmers aus Stuhr. „Ich bin zum dritten Mal dabei. Es ist schön, andere Ideen im Garten zu sehen und wie kreativ die Leute sind – und wir radeln gerne“, ergänzte sie und zeigte auf ihren Partner Holger Müller. Auch der Achimer nimmt gern an der Tagestour teil.
Eine Strecke von gut 70 Kilometern hatte Manfred Rippich hinter sich: „Ich bin seit ein paar Jahren dabei“, sagte der Mann aus Westerstede. Am Vormittag hatte er sein Fahrrad mithilfe des Autos in die Samtgemeinde Harpstedt befördert. Der Ammerländer hat selbst einen Garten und hole sich gerne neue Inspirationen während der Radtour, sagte er.
Weiter steuerten die Radler den Garten von Anbauberater Wolfgang Jerebic an, den Naturhof Knolle von Karsten Knolle sowie den Garten der Familie Beneke in Harpstedt. Zwischendurch legten die Gruppen eine Grillpause am Alten Amtshof in Harpstedt ein.
