Oldenburg - Süßes oder Saures. Sekt oder Selters. Erfrischend oder hitzig: Ein sattes Programm erwartet Oldenburger Frühstücksfreunde zum diesjährigen Bürgerbrunch am Sonntag, 28. Juni, auf dem Schlossplatz (die NWZ  berichtete).

Ab zehn Uhr können die Tafelfreuden beginnen: 200 Tische für acht bis zehn gesellige Gourmets werden die Organisatoren der Oldenburgischen Bürgerstiftung aufstellen. Decken darf die jeder Gast ganz nach Geschmack. „Wir stellen Sitzmöbel, Unterhaltungsprogramm, Brötchen und Tischnachbarn – alles weitere bringt jeder selbst mit“, sagt Dietmar Schütz. Auch die NWZ  hat Tische reserviert und Plätze für Leserinnen und Leser verlost.

Als Vorsitzer der Bürgerstiftung, einer Vereinigung, die sich für Integration und Chancengleichheit in der Stadt einsetzt, freut sich Schütz auf den Austausch. Sowohl von Ansichten, als auch von Aufschnittvariationen. Denn keiner soll den Vormittag über nur an der eigenen Käsestulle nagen: Über den Tellerrand gucken, andere Geschmäcker kennenlernen und Mitgebrachtes teilen – das ist erwünscht.

„Gemeinsam in Oldenburg“ lautet das Motto der dritten Bürgerbrunch-Auflage. Und das ist ganz im Sinne von Dietmar Schütz: „Zusammen frühstücken war mir schon immer wichtig – früher war das die einzige Gelegenheit, meine ganze Familie um mich zu haben“, sagt Oldenburgs ehemaliger Oberbürgermeister (2001 bis 2006). Mittlerweile hat der 71-Jährige mehr Zeit dafür. Auf den Bürgerbrunch freut er sich dennoch, vor allem wegen des buntes Programms.

Ein dreiviertel Jahr war das zehnköpfige Organisationsteam der Stiftung mit Vorbereitungen beschäftigt: Genehmigungen einholen, eine Kinderhüpfburg mieten, Künstler buchen und Preise für die Tombola sammeln gehörten dazu. Gewinnen können alle Brunchbesucher nämlich neben neuen Freunden auch verlockende Preise, wie Reisen. Die Einnahmen aus der Lostrommel fließen, wie der komplette Erlös der Veranstaltung, in soziale Projekte:

Bei der „Aktion Schultüte“ werden bedürftige Kinder mit einer Erstausstattung Unterrichtsmaterialien versorgt. „Schule in Bewegung“ soll dem Nachwuchs helfen, Stress und Aggressionen abzubauen und im Rahmen der „Flüchtlingsintegration“ werden Sprach- und Gesundheitsförderung, ebenso wie Mobilität von Asylbewerbern unterstützt.

Weil eben nicht alles Gute nur von oben kommt, hat sich die Bürgerstiftung für kommenden Sonntag mit ausreichend Regenschirmen bevorratet. „Beim vorherigen Mal war es nass. Die Stimmung war trotzdem super“, sagt Dietmar Schütz – zuversichtlich, dass die erwarteten 2000 Gäste mit trockenem Humor feuchtfröhlich feiern werden. Denn bis 14 Uhr müssen alle gespendeten Brötchen abgefrühstückt sein.

Nachschlag gibt es im kommenden Jahr: Der Bürgerbrunch soll künftig jedes Wochenende nach dem Sommeranfang stattfinden – und natürlich in aller Munde sein.