Nicht ein freier Stuhl war mehr im Stenumer Timotheus-Haus zu bekommen, als Alexandr Adrianov, Dirigent und Gründer des Vokalensembles „Harmonie“ aus St. Petersburg, am Sonnabend die Zuhörer begrüßte. Gemeinsam mit seinen fünf Sängerkollegen trug er dort sowohl geistliche, als auch weltliche Werke sowie bekannte russische Volkslieder vor. Zuvor hatte „Hausherr“ Pastor Eckhard Dreyer seinerseits mit einer launigen Bemerkung den Abend eröffnet, indem er – gekleidet in helle Brauntöne – vor das Publikum trat und sprach: „Dass ich keiner der Sänger bin, sieht man schon an der Kleidung.“

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Ein kleines Malör mit seiner Kleidung hatte quasi zeitgleich auch Harm Ehlers, Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, beim Oktoberfest seines Vereins zu meistern. Er war mit dem linken Ärmel seines „Original-Kastelruther-Spatzen-Trachtenhemdes“ unglücklich hängen geblieben, hatte sich die Manschette zerrissen – und das Problem kurzerhand durch Aufkrempeln gelöst. Ein wenig traurig war er dennoch: „Das habe ich mir damals original vor Ort in Südtirol gekauft – da komme ich doch so schnell gar nicht wieder hin...“

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Ein anderer Oktoberfest-Gast, SPD-Bundestagsabgeordneter Holger Ortel, wähnte sich statt im Schönemoorer Dorfkrug anscheinend im Festzelt auf der Wies‘n und ließ sich zur Maß Bier trotz des neuen Rauchverbots in Gaststätten ein Zigarillo schmecken. Das bayerische Lebensmotto „Mir san mir“ hat sich der passionierte Raucher offenbar in der abgewandelten Form „I bin i“ zu Eigen gemacht.

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Über 200 Euro mit ihrem Kuchenbufett erlöst haben am Sonnabend die Organisatoren des Kinderflohmarktes im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bookholzberg. „Das Geld geht an die Kirchengemeinde und wird voraussichtlich für die Jugendarbeit eingesetzt“, erläuterte Petra Runge-Thost. Über die Frequentierung der Flohmarktstände sagte sie: „Die Standbetreiber hätten sicherlich noch ein wenig mehr Publikum vertragen können.“ Alles in allem sei der Flohmarkt-Nachmittag aber für alle Beteiligten durchaus zufriedenstellend verlaufen.

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Eine ganz besondere – an Backtagen in Rethorn allerdings regelmäßig gesichtete – Schlangenart ließ sich dort auch am Wochenende wieder einmal blicken. Allerdings ist die heimische „Butterkuchenschlange“ weder giftig noch irgendwie sonst gefährlich – hat aber trotzdem einen beträchtlichen Appetit. „40 Bleche Butterkuchen haben wir verkauft“, berichtete Marion Daniel, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Rethorn, „dazu noch 100 Bergsteigerbrote und 60 Stuten.“ Vereinsmitglied Peter Lamprecht (rundes Foto) hatte also einiges zu schleppen.