Alle bisherige Dirigenten des Musikvereins waren zu dem Konzert in den Saal Werner Lüken gekommen, um das 40-jährige Bestehen mitzufeiern. Um der Jubiläumsdarbietung eine besondere Note zu geben, hatten sich die Organisatoren ausgedacht, dass die ehemaligen Dirigenten der Reihe nach den Taktstock schwingen. Als nun Steinkamp ausfiel, übernahm Gerd Stevens kurzerhand die Leitung.

Die rund 300 Besucher erlebten einen stimmungsvollen Abend. Der Moderator Frank Willenberg nahm die Zuhörer zwischen Stücken wie „Sailing“ und „Everybody needs somebody“ mit auf eine Reise durch die Geschichte des Vereins, der seit 40 Jahren in kirchlicher Trägerschaft steht und dementsprechend sein Leitmotiv pflegt: „Dem Herrgott zur Ehr – den Menschen zur Freude“.

Anfangs zählte das Musikkorps 27 Mitglieder, die zunächst einmal Noten büffeln mussten, bevor Instrumente angeschafft wurden. Ein Jahr später gehörten dem Verein bereits 170 Musiker an. Der erste großen Auftritt stand 1968 an, als das Musikkorps bei dem Fußballfreundschaftsspiels zwischen dem BV Cloppenburg und dem englischen Verein West Ham United die Nationalhymne spielte.

Auf das Jubiläumskonzert hatten sich die Musiker während einer Probenfreizeit am Alfsee vorbereitet und schon dort den Passanten eine Kostprobe ihres Könnens geboten. Das Programm, das die Besucher in den Wochen zuvor anhand einer Wunschliste selbst zusammen gestellt hatten, umfasste neben dem Stück „My Way“, das der Moderator Willenberg dem kürzlich verstorbenen Harald Juhnke widmete, Titel wie die „Fuchsgraben-Polka“, „Alte Kameraden“ und den „Schwabengruß“. Und dass auch die Nachwuchsarbeit in Höltinghausen nicht zu kurz kommt, demonstrierte das erst im Februar gegründete Jugendorchester, das den Kanon „Bruder Jakob“ zum Besten gab.