Lemwerder - Ja, manchmal tut es auch etwas weh, wenn ein Schlag danebengeht. Aber Stockkampf macht einfach riesigen Spaß. Außerdem ist die Verletzungsgefahr längst nicht so hoch wie beispielsweise beim Fußball – da sind sich die 15 Hortkinder von Gitte Wendelken absolut einig. Nachdem die Erzieherin die Sportart vor etwas mehr als einem halben Jahrzehnt bei einem Seminar kennenlernte, bietet sie Stockkampf als wöchentliche Arbeitsgemeinschaft in der Kita-Lemwerder an.

Es sind überwiegend Mädchen, die sich für diese tänzerisch anmutende Kampfsportart begeistern. Claas ist in diesem Kurs der einzige Junge im Team. Männliche Unterstützung unter all den Damen erhält er jedoch von Erzieher Manfred Klindt, der sich von der Begeisterung seiner Kollegin anstecken ließ.

„Zum Jahresabschluss gibt es von den Kindern immer eine Aufführung, um den Angehörigen eine kleine Kostprobe des Erlernten zu geben“, erklärt Gitte Wendelken. Stockkampf sei durchaus eine ernstzunehmende Sportart, betonten die Akteure auf der Bühne, die paarweise oder in der großen Gruppe zu mitreißender Musik miteinander agierten.

Wie schweißtreibend der Sport ist konnte das Publikum kurz darauf am eigenen Leib erfahren, denn Manfred Klindt zeigte auf einer Tafel den großen und kleinen Zuschauern in welche Richtung sich bewegt werden musste. Zwischendurch verließen die Stockkämpfer immer wieder die Bühne, um das Publikum mit selbst gebastelten Blumen, Drachen oder Schmetterlingen zu beschenken.