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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kazuo Ishiguro ist ein würdiger Gewinner

06.10.2017

Stockholm Nach dem, was 2016 passiert war, war klar, was 2017 geschehen würde: Ein richtiger Dichter musste nach dem unfreundlichen, gar nicht handzahmen Musikus Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur erhalten. Nicht noch einmal ein Rockmusiker! Die Schwedische Akademie hatte Erfahrung mit einem wie Dylan gemacht, der gründlich den Ruf als Außenseiter pflegte. Diesmal musste ein gelernter Autor her, allein schon, um die Kritik abzuwenden, bei Dylan sei es der Akademie kaum um Literatur gegangen, sondern darum zu zeigen, dass man nicht nur eine Altherrenriege ist. Worüber sich trefflich streiten lässt.

Unstrittig ist, dass der Japaner Kazuo Ishiguro (62), der heute in London lebt, ein würdiger Preisträger ist. Nicht nur der Roman „Was vom Tage übrig blieb“ hat ihm bei uns Leser beschert. Schade nur, dass nicht der US-Autor Philip Roth geehrt wurde. Aber es scheint sich Jahr für Jahr zu bestätigen: Wer als Kandidat gehandelt wird, der wird es nicht. Roth, einer der besten Romanciers, ist 84 Jahre alt.