Hude - 23 Kinder leben derzeit im Kinderhaus „Frieda“ in Lomé in Togo. Sie spielen, tanzen, putzen und kochen dort gemeinsam. Im neuen Jahreskalender der Aids-Waisenkinder-Hilfe hat Jutta Hartrampf den Alltag der Acht- bis 16-Jährigen festgehalten. Im Sommer reiste sie für drei Wochen in die westafrikanische Stadt. Ihre Erlebnisse stellte ihre Tochter hinterher in einem Kalender zusammen.

Seit 2006 gibt es das Kinderhaus, die Kontakte nach Togo bestehen aber bereits seit 1999. Die Geschwister Bernade Hartrampf-Yovogan und Wolfram Hartrampf ergriffen damals die Initiative. Seit dem Tod ihres Mannes Wolfram führt Jutta Hartrampf das Projekt weiter. „Aus etwas ganz Kleinem ist etwas Großes geworden“, resümierte Bürgermeister Axel Jahnz, der mit der evangelischen Kirche das Projekt von Anfang an unterstützt hat. Er bedankte sich bei Jutta Hartrampf und ihren Mitstreitern vom Arbeitskreis Hude/Delmenhorst, die regelmäßig die Waisenkinder besuchen. „Es funktioniert ausschließlich ehrenamtlich, und das finde ich einfach toll.“

Das Kinderhaus entstand damals, weil in Afrika viele Kinder von der Aids-Epidemie betroffen sind. Nachbarn und Verwandte seien oft nicht mehr in der Lage, die Kinder aufzunehmen, die ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben.

Der Kalender, den es bereits zum dritten Mal zu erwerben gibt, hat eine Auflage von 250 Exemplaren und kostet zehn Euro. Er ist im Bürgerservicebüro im Rathaus und auf dem Bürgerfest erhältlich. Dort ist die Initiative an diesem Sonntag, 8. September, in der Parkstraße gegenüber der NWZ -Redaktion mit einem Stand vertreten.

Außerdem freut sich der Verein über Menschen, die eine Patenschaft übernehmen möchten. Informationen hierzu gibt Jutta Hartrampf unter t  0 44 08 /69 35.