Elisabethfehn - Die gelungene Neugestaltung zeige, dass das Moor- und Fehnmuseum zukunftsfähig geworden ist, sagte Jürgen Günther, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn. 250 geladene Gäste, darunter die hiesigen Bürgermeister Bernd Schulte, Barßel, Hubert Frye, Saterland, und Johann Wimberg, Friesoythe, waren am Freitagnachmittag der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit Museumsleiterin Antje Hoffmann den Abschluss der Neugestaltung zu feiern. Zwei Jahre lang hatte die Umsetzung des umfassenden Konzeptes gedauert. Die Bläserklasse 9a des Laurentius-Siemer-Gymnasiums Ramsloh umrahmte die Feier musikalisch.

Rund eine Million Euro seien in den vergangenen Monaten investiert worden, „aber auch viel Zeit und Arbeit“, sagte Landrat Hans Eveslage. Er dankte Museumsleiterin Antje Hoffmann und ihrem Team für das geleistete Engagement. „Was Du ehrenamtlich erarbeitet auf den Weg gebracht hast, wird nun von Frau Hoffmann hauptberuflich weitergeführt und weiterentwickelt“, richtete er sich an den Gründer des Museums, Dr. Gustav Schünemann. Das Moor- und Fehnmuseum leiste zur kulturellen Identität des Landkreises und der weiteren Region einen wichtigen Beitrag. Was hier geschaffen worden ist, sei ein Projekt mit Vorbildcharakter. Der einmalige örtliche Bezug verleihe dem Museum eine „hohe Authentizität“. Mit Blick auf den Elisabethfehnkanal appelliere er an das Land, „den Kanal endlich als touristische Basisinfrastruktur anzuerkennen, damit touristische Fördergelder fließen können“.

Die Neugestaltung gliederte sich in fünf Teilprojekte: die Freiflächengestaltung und der Bau einer Remise, die Errichtung eines Moorpegelplateaus, das Umsetzen und Konservieren der Maschinen auf dem Freigelände, die Neugestaltung der Dauerausstellung in beiden Häusern sowie die Informationsvermittlung – auch über mobile Systeme auf dem Freigelände. Neben den Themen „Leben im Moor“, „Leben trotz Moor“, „Leben vom Moor“ und „Leben mit dem Moor“ hat das Museum mit der Vermittlung des industriellen Torfabbaus einen Schwerpunkt gesetzt. Auch EU- und Landesmittel flossen in das Projekt.

„Es ist ein schöner Tag heute“, sagte Prof. Dr. Uwe Meiners, Leitender Direktor des Niedersächsischen Freilichtmuseums Museumsdorf Cloppenburg. Die Kooperation mit dem Moor- und Fehnmuseum solle „sich weiter entwickeln und wachsen, das ist unser erklärtes Ziel“. Wichtig sei, besonders junge Menschen für Museen zu gewinnen.

Das Museum beleuchte mit „seiner vorbildlichen Ausstellung einen ganz wichtigen Teil“ der Region, sagte Thomas Kossendey, Festredner und Präsident der Oldenburgischen Landschaft. „Das Moor- und Fehnmuseum spielt ganz oben mit in der ersten Liga der oldenburgischen Museen, ja sogar der Museen in ganz Niedersachsen und Bremen“. Er zeigte sich beeindruckt von der neu gestalteten Ausstellung, die in vielen Punkten nicht nur informiere, sondern zum Mitmachen einlade. „Hier kann man einmal selbst anfassen und am eigenen Leibe erfahren, wie schwer das Torfgraben gewesen sein muss, um nur ein Beispiel zu nennen“, so Kossendey.

„Knapp eine Million Euro von 18 Fördergeldgebern mit einem geringen Eigenanteil des Museums wurden in diese Neugestaltung investiert. Ich meine, der Einsatz hat sich gelohnt“, sagte Antje Hoffmann. Der Landkreis Cloppenburg habe die Neugestaltung maßgeblich unterstützt. Sie dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen der Neugestaltung beigetragen haben. „Die alte Ausstellung war zwar informativ und auch gut strukturiert aber nicht mehr zeitgemäß.“ Ein „eindringliches Anliegen“ sei es, alle Bereiche der neuen Ausstellung barrierefrei zu gestalten. „Entwürfe dazu haben wir schon vorliegen“, so Antje Hoffmann.