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Harald Golkowski macht aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Er ist Leiter der städtischen Jugendarbeit.
Von Norbert Hartfil
nwz:
Herr Golkowski, Sie hatten sich von „Rock an der Weser“ bestimmt mehr versprochen, oder?
Harald Golkowski:
Auf jeden Fall. Der Frust über die enttäuschenden Besucherzahlen ist groß. Das Jugendparlament hat ein halbes Jahr Arbeit in die Veranstaltung gesteckt.
NWZ:
... und die Stadt 15 000 Euro...
Golkowski:
Ja, da kriegt man schon fast ein schleches Gewissen. Umgerechnet hätten wir für das Geld jeden Besucher zum Essen einladen können.
nwz:
Woran hat’s gelegen?
Golgowski:
Wir wissen es nicht, das ist ja das Schlimme. Die Werbung in der Zeitung und im Radio war sehr gut. Und wir haben 300 Plakate aufgehängt. Das Wetter hat auch mitgespielt, das Ambiente am Strand ist toll. Außerdem waren der Eintritt war frei, die Bands gut und das Bier billig. Eigentlich hat alles gestimmt.
NWZ:
Wie viele Besucher kamen denn an den drei Tagen.?
Golkowski:
Am Freitag bei der Jugendveranstaltung um die 200. Damit können wir einigermaßen zufrieden sein. Aber der Sonnabend war ganz mies. Da taten einem die Bands richtig leid, weil sie vor leeren Rängen spielen mussten. Zuschauerhöhepunkt war der Gottesdienst am Sonntag mit etwa 250 Gästen.
nwz:
Gibt es trotzdem eine Neuauflage von „Rock an der Weser“?
Golkowski:
In dieser Form mit Sicherheit nicht.
Das Strandfest
des Jugendparlaments klang am Sonntag mit einem Freiluft-Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein aus. Musikalisch unterstützt wurde Pfarrer Hartwig Dede vom Nordenhamer Posaunenchor. Im Anschluss traten der Shantychor Nordenham und die Atenser Liedertafel auf.
Insgesamt
blickten die Veranstalter auf ein durchwachsenes Wochenende zurück. Während die Jugendveranstaltung am Freitag recht gut besucht war, ging es am Sonnabend mit den Besucherzahlen steil bergab, obwohl die Voraussetzungen günstig waren: Das gute Wetter hielt an und auch kein wichtiges Fußballspiel kam dem Projekt in die Quere. Der rege Andrang am Sonntagvormittag erhellte die Gemüter doch noch etwas. Abschließend bedankte sich Jugendpalamentsvoritzender Till Peplau bei allen Helfern und besonders bei Harald Golkowksi, der als Leiter der städtischen Jugendarbeit den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.