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Streit um Graffiti-Freigabe

Betrifft:

„Politik will Graffiti legalisieren“ (NWZ vom 5. November)

Wenn SPD und Grüne „Jugendliche, die sich mit Graffiti-Kunst beschäftigen“ schon auf diese billige Art und Weise als Wähler gewinnen wollen, dann sollen sie auch bitte schön ihre privaten Haus- und Garagenwände und die Mauern der Parteizentrale zur Verfügung stellen.

Die Arbeit des Präventionsrates und der Bürgervereine ist ausdrücklich zu unterstützen, gerne auch durch die erwischten Schmierfinken, die eine der registrierten 1200 Farbschmierereien verursacht haben.

Henning Eifler

Oldenburg

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Ich halte es für schwachsinnig, wenn die Autobahnbrücken usw. für Sprayer freigegeben werden.

1. Generell ist es eine Sachbeschädigung, die viel stärker kurzfristig bestraft werden sollte.

2. Gerade Autobahnbrücken usw. werden von Besuchern Oldenburgs zuerst gesehen und hinterlassen einen traurigen Anblick. Das alles nur, weil junge Menschen es nicht gelernt haben, Grenzen zu akzeptieren.

Horst Friedrichs

Oldenburg

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Endlich nimmt sich die Politik dieses wichtigen Themas an und fordert hier ein Ventil für den unheimlichen Druck, der in einem herrscht, weil man gerne irgendwo etwas hinsprühen möchte und es verboten ist. Die Freigabe all dieser kahlen Flächen an der Autobahn ist die Lösung.

Aber man darf nicht auf halbem Wege stehenbleiben. Wir brauchen auch Flächen, auf denen Müllsäcke aufgeschnitten werden können oder wo Flaschen zerschmissen werden.

Wer denkt an die Leute, die prügeln möchten oder den Drang haben, mal ein paar Autospiegel abzutreten. Hier muss ein Ausschuss her, in dem alle relevanten Gruppen repräsentiert sind. Politik ist schließlich für alle Bürger da.

Klaus-Dieter Schürmann

Oldenburg

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Die Idee, Flächen für Sprayer zu legalisieren, hat mich sehr gefreut! Als meine beiden Jungs noch im „Sprayalter“ waren, nutzten sie dafür die „halblegalen Flächen“ im alten VfB-Stadion. Ich erlebte durch die Kinder, dass es gerade für Jungen wichtig war, sich künstlerisch auszuleben (tun sonst eher Mädchen, Sprayer sind meist Jungen), „gesehen“ zu werden und sich gegenseitig „positiv zu messen“!

Zudem konnten sie voneinander lernen, hatten vor den jeweiligen „Sprayergruppen“ Achtung (jeder zeichnete sein Logo unter das Werk) und es entstand somit ein stiller Wettbewerb um Kunst. Wir würden damit gerade dem „schwierigen Klientel Junge“ einen Raum geben, was dem Präventionsrat eigentlich gefallen müsste!

Außerdem könnte der Präventionsrat das Geld für Reinigung für andere Zwecke ausgeben. Ich persönlich finde Spraykunst wesentlich ansehnlicher als nackte Betonwände! Also rundherum eine positive Sache.

Ursula Wilke

Oldenburg

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Graffiti ist keine Kunst, sondern Sachbeschädigung. Der Vorschlag von SPD und Grünen ist ein Schlag ins Gesicht der Bürgervereine, die immer wieder engagiert und in ihrer Freizeit diese „Jugendkultur“ auf eigene Kosten beseitigen. Vielleicht sollten die Damen und Herren der SPD und der Grünen ihre privaten Hauswände zur Verfügung stellen.

Stefan Schmieder

Oldenburg

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Der Versuch, auch in Oldenburg Jugendlichen legale Flächen für Graffiti zur Verfügung zur stellen, ist überfällig. Dabei geht es nicht um Legalisierung von „Schmierereien“ auf Autobahnschildern, Lärmschutzwällen oder gar Häuserwänden. Dieser Form des Vandalismus ist durch legale Sprayer-Flächen nicht beizukommen. Es geht vielmehr um die hohe Zahl Jugendlicher zwischen zwölf und 16 Jahren, die im Graffiti eine kreative Ausdrucksmöglichkeit gefunden haben (...).

Auf die positiven Erfahrungen anderer Städte mit legalen Flächen wurde hingewiesen. In Oldenburg haben wir eine besonders paradoxe Situation: Da bietet die Volkshochschule (lobenswerterweise) Graffiti-Kurse für Jugendliche an. (...) Aber auf die Frage der Teilnehmer nach Übungsflächen muss der Leiter ihnen sagen, dass sie das Erlernte in Oldenburg leider nicht legal anwenden können, sondern dafür z.B. nach Aurich fahren müssten. Ähnlich verhält es sich mit dem „Tag für Sprayer“, den das „Landesmuseum Natur und Mensch“ angeboten hat.

(...) Ich weiß nicht, wie man Jugendlichen erklären soll, dass einerseits kulturelle Einrichtungen Interesse am Sprayen fördern, man ihnen aber andererseits die legale Ausübung dieses Hobbys verwehrt. Ich respektiere es, wenn der eine oder andere sich durch Graffiti belästigt fühlt. (...) Eine generelle Ablehnung des Antrages hielte ich jedoch einer „Übermorgenstadt“ für unwürdig (...).

Hartmut Jaap

Oldenburg

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Noch besser wäre: alle Privathäuser der SPD- und Grünenpolitiker zum Besprühen freizugeben. Oder noch besser: Alle SPD- und Grünenpolitiker haften mit ihrem Privatvermögen, um die Graffities zu beseitigen. (...) Politiker sollten sich lieber Gedanken für eine gerechte Bestrafung der Sprayer (...) machen. Graffiti ist Sachbeschädigung und muss auch dementsprechend geahndet werden. Man kann auch andere Verbrechen legalisieren – wird dann die Kriminalitätsrate sinken?

Norbert Bleich

Oldenburg
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