Oldenburg - Welche Ensembles spielen? Wer kümmert sich um den Aufbau der Bühne? Wie stellen wir die Stühle? Bühne frei für viele Fragen, mit denen sich das 13-köpfige Konzert-AG-Team um Dozentin Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer vom Lehrstuhl für Musik und Medien beschäftigt.
Die AG existiert im Rahmen eines Seminars, das vor drei Semestern seine Premiere hatte. Aufgabe ist es, innerhalb eines Semesters ein komplettes Konzertprogramm zu organisieren. Die Teilnehmer kümmern sich vom Ablauf über die Presse bis hin zum Catering um alles, was mit dem Konzert zu tun hat. Dieses Semester soll das Open-Air-Konzert „Beats´n Tweets“ mit fünf verschiedenen Ensembles die Gäste an diesem Donnerstagabend, 30. Juni, auf die Uniwiesen locken.
Die Idee für das Seminar entstand in Zusammenarbeit mit der Universitätsgesellschaft, die für das Konzert finanzielle Unterstützung leistet. „Die UGO ist ein wichtiger Partner für die Universität. Sie wollte das Institut für Musik besser kennenlernen und erfahren, was die Studenten alles machen. Da kam uns die Idee, ein Konzert zu organisieren und daraus entstand letztlich die Konzert-AG“, berichtet Binas-Preisendörfer.
Bands organisieren
Dieses Semester sind 13 Studenten in der AG beteiligt und es gibt viel zu tun. Aufgeteilt in Presse-, Organisations- und Dekorationsteam gingen die Teilnehmer Ende April in die Planung. „Erstmal musste die ganze Durchführung besprochen werden. Da gibt es ja allerhand zu bedenken“, weiß Binas-Preisendörfer. Die ersten großen Hürden waren die Musiker-Akquise und die Flyergestaltung. „Wir haben alles im Plenum besprochen. Das Angenehme ist, dass alle gleichberechtigt sind und arbeiten können. Demokratie hat bei uns wunderbar funktioniert“, freut sich Steffen Pilney, Integrated-Media-Student. Er war für die Werbeplakate verantwortlich, die mit „umsonst und draußen“, das Publikum anziehen sollen. „Es macht viel Spaß in diesem Team zu arbeiten und endlich ein Seminar zu belegen, das viel Praxiserfahrung mit sich bringt“, sagt Jannike Bohlen, Kulturanalysen-Studentin.
Eingeladen hat die Gruppe unter anderem die Soul- und Funkband Better Call Soul. Sie covert unter der Leitung von Peter Janssen bekannte Titel der Soulmusik und peppt diese mit rockigen Elementen auf. Außerdem mit dabei ist das E-beat Ensemble. Vier Studenten spielen neumodische Elektrobeats unter der Leitung von Axel Fries. Begleitet wird das Ensemble von generativen Videoprojektionen, die in einem Seminar der Uni entstanden sind. Das Posaunenquartett Trombastic spielt barocke Klänge bis hin zu modernen Songs.
Binas-Preisendörfer freut sich schon auf Donnerstagabend: „Wir wünschen uns viele Musikerfreunde, die ihren Feierabend mit uns verbringen.“ Wer schon im vergangenen Semester das Konzert besucht hat, braucht nicht zu denken, er würde wissen, was auf ihn zukommt. „Wir haben ein komplett neues Programm auf die Beine gestellt mit neuen Ensembles und einer vielfältigen Darbietung“, erzählt Pilney.
Am Ball bleiben
Das Konzert wurde extra auf 18 Uhr gelegt, damit die Gäste im Anschluss pünktlich Fußball gucken können. Erwartet wird das Publikum, bei hoffentlich gutem Wetter, auf den Wiesen hinter der Aula der Universität (hinter Gebäude A10). Der Eintritt ist frei – für Getränke ist gesorgt. Bei Regen findet die Veranstaltung in der Aula statt.
