• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

MUSIK: Stürmische Bläser spielen bei warmem Sommerregen

11.06.2007

OLDENBURG So oder ähnlich stellt sich der anspruchsvolle Kulturfreund den perfekten Sonnabendabend vor: nettes Ambiente, ein ansprechendes Programm, schicke Gäste, feine geistige Getränke, Snacks und Tapas sowie eine Gastgeberin, die weiß, wie man Augen und Ohren, Gaumen und Bauch, Geist und Seele verwöhnt.

Schon am Eröffnungsabend der 11. Oldenburger Promenade durfte Elena Nogaeva, die künstlerische Leiterin des international besetzten Musikfestivals, erste Früchte ihrer engagierten Arbeit ernten. Der festlich geschmückte Schlossinnenhof und drei Bands, die – trotz völlig unterschiedlicher Ausrichtung – jede für sich klasse Vorstellungen boten, sorgten für einen launigen Auftakt.

Launig auch der Wettergott, der nach einem bilderbuchmäßigen Sommertag pünktlich um 20.00 Uhr die Schleusen öffnete und einen zwar warmen, allerdings auch hartnäckigen Sommerregen inklusive Blitz und Donner gen Oldenburg schickte. Den gut gelaunten Gästen konnte Petrus die Stimmung allerdings ebenso wenig vermiesen wie dem Moderator des Abends, Lothar Krist vom NDR. Zumal gleich der Auftakt des bunten Abends hochkarätigen Jazz offenbarte.

Das Trialogue Lucide, ein Trio mit technisch überaus versierten Einzelkönnern aus Moskau, Nizza und Gullane (Schottland), spannte den Bogen von Modern Jazz bis an die Grenzen zum Pop. Vor allem Flötist Neil Gerstenberg variierte zwischen spröden Harmonien und Querverweisen an Ian Anderson (Jethro Tull).

Danach wurde es lauter und druckvoller. Die Jazzmania Band aus Polen, ein Quartett mit Gitarre, Bass, Vibraphon und Schlagzeug, weckte mit Zitaten von Weather Report, Mahavishnu Orchestra oder Terje Rypdal Erinnerungen an die große Zeit des Jazz-Rock. Leider musste die Band ohne ihren Bassisten Steve Logan nach Oldenburg kommen, der im Januar an den Folgen von Diabetes gestorben war. Doch mit Tomasz Grabowy wurde ein vollwertiger Ersatz gefunden, der auf seinem bundlosen Bass brillierte und mit feiner Fingertechnik für ein sattes Klangfundament sorgte. Herausragend auch Vibraphonist Bernard Masell.

Den Abschluss des Premiereabends bildete die Big Band der Deutschen Oper Berlin, die ausnahmsweise keine klassischen Werke spielte, sondern – unverkennbar auch zur eigenen Freude – Swing und Jazz vortrug. Grundlage: traditionelle Big Band-Kompositionen von Count Basie und Duke Ellington. Auch hier hörte man all das, was an dieser Musikrichtung fasziniert, also swingende Rhythmen, stürmische Bläser und ein Sound, der die Zuhörer mitriss. Netter Nebeneffekt: Gegen die phonstarken Trompeten und Posaunen hatte nicht einmal Petrus Donnergrollen eine Chance.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.