Berlin - Nach der Kritik des Jüdischen Weltkongresses am Umgang mit NS-Raubkunst haben Kulturpolitiker Versäumnisse eingeräumt. „In Deutschland wurde viel zu spät mit einer ernsthaften Provenienzforschung begonnen“, sagte Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler am Mittwoch. Spätestens seit der Entdeckung der Sammlung Gurlitt stehe Deutschland auf dem Prüfstand, betonte die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Pönsgen. In den vergangenen 15 Jahren wurden 12 000 Objekte zurückgegeben.
Die Länder wollen die Suche nach gestohlenen Werken ausbauen. Die Mittel dafür wurden seit 2012 auf zwei Millionen Euro im Jahr verdoppelt.
