SüDMOSLESFEHN - Ein „Vogel-Paradies“ im wahrsten Sinne des Wortes offenbarte sich zahlreichen Besuchern am vergangenen Wochenende in der Sporthalle Südmoslesfehn. Dort zeigten 30 Aussteller und Züchter aus dem Oldenburger Land rund 400 ausgewählte Tiere. Vorgestellt wurden gefiederte Exemplare aus 58 Vogelarten, darunter auch hiesige Waldvögel, wie zum Beispiel Fichtkreuzschnabel, Stieglitz, Dompfaffen und Buchfink, in herbstlich dekorierten Ausstellungskäfigen.
Als echter Hingucker entpuppten sich vor allem die exotischen und unterschiedlichen Kanarien- und Wellensittichvögel, die vor allem mit ihren leuchtendem Gefieder die Blicke der etwa 500 Besucher auf sich lenkten. Gleiches galt auch für winzig kleine Vogelarten wie beispielsweise die Rotschecken und die Chinesischen Zwerg- oder Harlekinwachteln.
Bereits am Freitag wurden die vielen Vogelarten von einer Preisrichterjury, die aus Holland und dem Münsterland angereist war, prämiert. Bewertet werden die Tiere nach Größe, Krallen und Aussehen. Vereinsmeister wurden Hans Schnittger mit Großsittichen, Ewald Böseler (Ziergeflügel), Bernd Schröder (Positurkanarien), Wilfried Eiting (Waldvögel), Gerd Möhlmann (Melaninkanarien) und Andreas Stelljes (Wellensittiche).
Auch die Schirmherrin dieser Veranstaltung, Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske, zeigte sich begeistert darüber, dass die Vogelschau bereits zum 35. Mal in der Gemeinde Wardenburg stattfand. Grund genug für die Bürgermeisterin, dem Vorsitzenden der „Vogelfreunde Oldenburg“, Dirk Harms, ein kleines Geldpräsent zu überreichen.
„Nahezu alle Tiere, die hier gezeigt werden“, so der erfahrene Fachmann und Vogelkenner Dirk Harms, „stammen aus eigenen Züchtungen“. Die meisten Vögel haben ihre ursprüngliche Heimat nie gesehen, sondern wurden in Deutschland aufgezogen, was für die Züchter oft keine leichte Aufgabe ist. Vor allem für diejenigen, die Waldvögel züchten. Sie benötigen dafür nach den Bundesartenschutzbestimmungen einen so genannten Herkunftsnachweis. Waldvögel nach der Aufzucht in die freie Wildbahn zu entlassen, sei schwierig, so Wilfried Eiting. Ganz wichtig für eine erfolgreiche Aufzucht, betonte Vorsitzender Dirk Harms, ist die richtige Zusammensetzung der Nahrung. Zusammen mit einer fürsorglichen Pflege entscheide sie über das Gedeihen der Tiere.
