London - Mit ihren Büchern über den unbeholfenen, aber genau beobachtenden Jungen Adrian Mole wurde sie berühmt: Die britische Autorin und Monarchie-Kritikerin Sue Townsend ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Sie starb an einem Schlaganfall in ihrer Heimatstadt Leicester, wie britische Medien am Freitag berichteten.

Die Schriftstellerin war mit ihren „Adrian Mole“-Büchern bekanntgeworden. Die Reihe ist in Tagebuch-Form geschrieben und setzt sich humorvoll mit dem politischen und gesellschaftlichen Zeitgeist auseinander, etwa in der Thatcher-Zeit. Von den sieben Bänden wurden acht Millionen Exemplare in aller Welt verkauft. Die Bücher wurden in rund 30 Sprachen übersetzt, auch ins Deutsche.

Adrian Moles Tagebucheinträge wurden zu Fernsehfilmen und zu Theaterstücken verarbeitet. Die Autorin galt in Großbritannien auch als eine der profiliertesten Kritikerinnen der Monarchie. 1992 veröffentlichte sie ihr Buch „The Queen And I“. Im Jahr 2012, anlässlich des Diamantenen Thronjubiläums von Queen Elizabeth II., schrieb sie in einem Kommentar für den „Guardian“ über die Königin: „Wir brauchen sie nicht mehr.“