Hude - Trauer in eine liebevolle Erinnerung verwandeln: Das ist das Ziel der neuen geschlossenen Trauergruppe des Hospizkreises Ganderkesee, die sich am Donnerstag, 10. September, erstmals in den Räumen der Diakonie Sozialstation, Parkstraße 52, in Hude treffen wird. Die Zusammenkünfte sollen in der Folge 14-tägig von 17.30 bis 19.30 Uhr stattfinden.

„Es ist die dritte Gruppe in diesen Räumlichkeiten“, weiß Trauerbegleiterin Hanna Otter-Sandstedt, die die neue Trauergruppe zusammen mit Susanne Lebedinzew und Oliver Uhlhorn leiten wird.

Geschlossen bedeute im Fall der Trauergruppe, dass keine neuen Teilnehmer der Gruppe beitreten dürfen, sobald diese besteht. Um sich vorab einen Eindruck von den Trauerbegleitern und den anderen Interessierten machen zu können, sei das Treffen am 10. September eingerichtet worden, so Otter-Sandstedt.

Immerhin entstehe durch das Eintreten in eine geschlossene Trauergruppe auch eine hohe Verbindlichkeit. „Das ist ein Prozess, den alle Teilnehmer durchlaufen“, erklärt die Trauerbegleiterin. „Wenn man da öfter fehlt, verliert man den Anschluss.“

Auf diese Weise bietet die Trauergruppe, die auch in der Ferienzeit stattfindet, Trauernden eine gewisse Kontinuität. Wichtig sei zudem: „Wir sind keine Therapeuten und das ist auch kein therapeutischer Ansatz“, stellt Hanna Otter-Sandstedt klar heraus. „Aber wir schenken den Trauernden unsere Zeit und bemühen uns, diese professionell und mit Methode zu begleiten.“

Teil der angewandten Methode sei es beispielsweise, Rituale zu schaffen, wie eine Befindlichkeitsrunde zu Beginn und Ende eines Treffens oder gemeinsam eine Kerze für den Verstorbenen zu entzünden.

Im Rahmen der geschlossenen Trauergruppe ist auch ein gemeinsames Wochenende geplant. „Solche Wochenenden sind meist sehr bewegend“, hat Otter-Sandstedt die Erfahrung gemacht. „Man fährt gemeinsam zu einer netten Bildungsstätte, geht spazieren oder essen.“ Bei solchen Aktionen gehe es vor allem darum, den Tagen wieder Leben zu geben.

Zur Teilnahme an der neuen geschlossenen Trauergruppe können sich Interessierte bei Hanna Otter-Sandstedt unter t  042 23/85 75 anmelden. Der Trauerfall sollte dabei mindestens drei Monate zurückliegen, empfiehlt Otter-Sandstedt. Im Anschluss folgt dann ein Erstgespräch sowie das erste Treffen in Hude.