Höven - Brummige Bären, Indianer und wilde Pferde tobten durch den Saal der Gaststätte Paradies in Höven. Supermann und Dracula machten sich einvernehmlich über heiße Waffeln her, kleine Elfen tanzten zu wilden Klängen und Raven Queen schaute cool dem wilden Treiben zu. Pipi Langstrumpf ist die Mama einer Prinzessin in rosa Tüll und ein wilder Piraten-Papa stärkt sich erst einmal mit einer Tasse Kaffee – so geht es zu, wenn der Radfahrerverein zum Kinderkarneval einlädt.
Dabei kamen die Gäste nicht nur aus Wardenburg. Die orientalische Prinzessin Ameli Jedebrock zum Beispiel reiste mit ihren Eltern aus Sandkrug an. „Squaw“ Ella Ziep aus Höven erzählt, sie sei „jedes Jahr dabei“ und der Löwe Marwin Wilhelms kommt aus „Höven in Afrika“. Er hatte gleich die ganze Familie mitgebracht und berichtete stolz, „dass schon Papa als Kind hier war“.
Die Narren waren am Sonntag los auf Einladung des Radfahrervereins Charlottendorf-Ost. Seit 1954 organisiert der Verein neben anderen Veranstaltungen den Kinderkarneval. An die hundert Besucher aus den umliegenden Dörfern fanden sich im festlich geschmückten Saal ein und bei Kaffee, Kuchen und heißen Klängen der Ahlhorner Musikbox mit Stephan ließ die gute Stimmung nicht lange auf sich warten.
Gegründet wurde der Radfahrerverein 1927. Schnell schloss man sich mit Vereinen in Tungeln, Littel und Hengstlage zusammen. „Heute sind wir noch mit Hengstlage und Reiherhorst in Hude verbunden“, so Wilfried Setje, der schon seit 40 Jahren dem Vorstand angehört und heute 1. Vorsitzender ist. „Von Mai bis September organisieren wir jeden Monat eine Radtour in die nähere Umgebung mit anschließendem Essen und einmal im Jahr geht’s auf große Tour“, erklärt Setje weiter. Wer mitradeln möchte, erfährt mehr unter
