Berlin - Nach einer wahren Begebenheit erzählt dieser Film des Regisseurs Jean-Pierre Améris von Marie Heurtin. Das Mädchen wird ohne Hörvermögen und auch ohne Augenlicht zur Welt gebracht. Wir schreiben das 19. Jahrhundert. Maries Vater, ein einfacher Handwerker, sorgt dafür, dass das kleine Mädchen in die Obhut eines Klosters gelangt.
Im Institut Larnay, unweit von Poitiers, kümmern sich Nonnen um taube junge Frauen. Die Mutter Oberin zwar hat ihre Zweifel, Schwester Marguerite aber nimmt sich des „wilden kleinen Tieres“ an. Schwester Marguerite tut alles in ihren Kräften stehende, um der kleinen Marie aus ihrer Dunkelheit heraus zu helfen.
Mit Hilfe der Schwester gelingt es Marie schließlich über Blindenschrift und Gebärdensprache mit anderen Menschen zu kommunizieren. Immer wieder haben die beiden mit Rückschlägen zu kämpfen, die Liebe aber von Schwester Marguerite zu Marie Heurtin ist ungleich größer als alle Hindernisse.
Gezeigt wurde das dramatische Werk unter anderem schon beim Filmfestival von Locarno. Der französische Regisseur Améris hatte 2011 die Komödie „Die Anonymen Romantiker“ ins Kino gebracht, ebenfalls mit Isabelle Carré in einer Hauptrolle. Diesmal ist die Französin in der Rolle der aufopferungsvollen Nonne zu sehen. Ausgezeichnet wurde „Die Sprache des Herzens“ mit dem „Prädikat besonders wertvoll“.
