TELGTE - Das Museum „Religio“ in Telgte eröffnet an diesem Freitag eine Ausstellung unter dem Titel „Aberglaube“. Die Schau ist bis zum 23. September zu sehen und befasst sich kritisch mit Phänomenen wie Dämonenglauben, Wahrsagerei, Astrologie, Horoskope, Orakel, Hellsehen, Handlesen und schwarze Magie. Weiter gehe es um den Grenzbereich zwischen religiösen Praktiken und Aberglauben, also um kirchlich nicht anerkannte Vorgänge und Gegenstände, die in der Volksfrömmigkeit aber eine große Rolle spielten.
„Ich bin froh, dass es mit dem Termin geklappt hat und wir genau an einem Freitag, dem 13., eröffnen“, sagte Museumsleiter Thomas Ostendorf am Donnerstag. In der Schau zeigt das „Westfälische Museum für religiöse Kultur“ mehrere hundert Objekte, darunter den „Hexenhammer“ des Heinrich Institoris von 1511.
Aberglaube setzt laut Ostendorf ein Weltbild voraus, in dem nichts zufällig geschieht, sondern alles auf kausale Ursachen zurückzuführen ist. Wenn man nämlich glaube, den Zufall abwehren und verhindern zu können, dann sei das der beste Nährboden für Aberglauben. Ein weiteres Thema der Schau ist der Hexenwahn.
@ Infos:
