Madrid - Die Festnahme von zwei Handpuppenspielern wegen Terrorismus-Verherrlichung sorgt in Spanien für große Aufregung. Der Schauspielerverband „Unión de Actores“ forderte am Dienstag die Freilassung der beiden Männer. Sie hatten am vergangenen Freitag auf einem Platz in Madrid auf einer Karnevals-Veranstaltung eine ihrer Puppen ein Plakat mit der Aufschrift „Gora Alka-ETA“ tragen lassen. Das wurde als Verherrlichung der baskischen Separatistengruppe ETA interpretiert.
„Gora Eta“ bedeutet auf Baskisch „Hoch lebe ETA“, „Alka“ sollte eine Abkürzung für Al Kaida sein. Die Puppenspieler, die sich auf ihre künstlerische Freiheit beriefen, wurden auf dem Platz festgenommen, ein Richter ordnete Untersuchungshaft an.
