Steinkimmen - „Hier fühlt sich offenbar keiner so richtig zuständig“, ärgert sich Gerold Cordes, Vorsitzender des Ortsvereins Steinkimmen. Gemeinsam mit Ehefrau Kerstin zeigt er auf einen Grünstreifen südöstlich des Alten Postweges in der Bauerschaft. Der gut 1,40 Meter breite „Fußpadd“ wurde 2008 im Rahmen der Dorferneuerung für etwa 20 000 Euro gebaut, so Cordes. Seitdem erobere ihn die Natur Stück für Stück zurück.

Der Arbeitskreis für die Dorferneuerung habe seinerzeit die Idee des Vereins „Archae“ aufgegriffen, dem ein archäologisches Freilichtmuseum in Steinkimmen vorschwebte. Der etwa 400 Meter lange Fuß- und Radweg, mit rotem Granulat angelegt, verbindet die beiden Großsteingräber an der Bergedorfer Landstraße sowie am Alten Postweg. Um dieses Areal touristisch aufzuwerten, sollten auch Tafeln als „Mitmachstationen“ installiert werden, wissen die Cordes. Immerhin sind die Hünensteine in Steinkimmen eine von 33 Stationen der 330 Kilometer langen „Straße der Megalithkultur“.

„Das Thema brennt mir schon seit Langem unter den Nägeln“, sagt Gerold Cordes. Noch im vergangenen Jahr habe man den „Fußpadd“ gut nutzen können. Das sei jetzt aber nur noch schwer möglich. Dabei sei die Verbindung sehr sinnvoll, weil sich der sandige Alte Postweg im Sommer zu einem „Mullweg“ entwickle, der per Rad oder mit einem Kinderwagen kaum zu bewältigen sei.

Dabei hat sich zuletzt in Steinkimmen einiges getan: Im Zuge der Dorferneuerung entstand mit viel Eigenleistung ein schmuckes Dorfhaus. Die maroden Geräte am Spielplatz werden derzeit gegen neue Elemente aus Metall ausgetauscht, freut sich der Ortsvereinsvorsitzende. Und an den Großsteingräbern haben die Landesforsten neue Bänke aufgestellt. Der Ortsverein wünsche sich zudem, dass an der Bergedorfer Landstraße, hinter einem kleinen Wall, ein Picknick-Platz entsteht. Cordes: „Daher möchten wir, dass der Fußpadd endlich seinen Sinn erfüllt.“