„Stars sorgen für glanzvolle Nächte“ (NWZ vom 22. Februar)

Ja, meine Erwartungen waren hoch, als ich am Freitag in die EWE-Arena ging.... Hatte ich doch schon so viel Gutes, Phantastisches, Wunderbares über die Show „Classic meets Pop“ gehört!

Von „Gänsehautfeeling“ über „fabelhafte Künstler“ bis „herausragende Moderation“ war alles an euphorischen Kommentaren der Stammgäste dieser Veranstaltung dabei.

Ja, Gänsehaut habe ich auch gehabt, und zwar gleich bei der Begrüßung der beiden Moderatoren.

Allerdings eine unangenehme Gänsehaut des Fremdschämens auf höchstem Niveau!

Frau Heger, viel gelobt und anscheinend gut im Geschäft (?) stöckelte sich anhand ihrer Moderationskarten eher schlecht als recht durch ihr Programm. Der Co-Moderator Rajko Geith (muss man den kennen? Nein!) an ihrer Seite glänzte durch peinliche Kommentare und pseudo-lustige Witzchen in Richtung des Alters seiner – aus seiner Sicht – „betagten“ Kollegin. Die das Publikum dann angestrengt und pflichtschuldigst zumindest manchmal mit einem mühseligen Lacher quittierte.

Immerhin....

Zum Programm kann man sicherlich sagen, dass zumindest die Musiker auf der Bühne leidlich wussten, was sie taten. Da konnte man eine gute Gitarre vernehmen, das Staatsorchester gab auch sicherlich sein Bestes, ein „Schlagzeug-Abtausch“ war auch unterhaltsam.

Die Sänger konnten auch alle singen.... So wie tausende andere mehr oder weniger unbekannte Sänger eben auch.

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Alles in allem war das Ganze ein völlig überteuertes Spektakel der Eitelkeiten. Eben alles nur (bestenfalls) Mittelmaß, auch wenn das Oldenburger Publikum „seine“ Künstler gern so bedeutend sehen würde wie eben die wirklich Großen dieser Branche....

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Grit Lange Oldenburg