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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Staatstheater: Theater muss für alle da sein

18.01.2013

Oldenburg Es dauerte fast drei Stunden. Dann stand endlich die Entscheidung fest. Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) verkündete sie stolz in Oldenburgs Veranstaltungszentrum PFL: „Christian Firmbach wird neuer Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters! Die Entscheidung fiel einstimmig.“

Das zu erwähnen war wichtig, hatte es doch seit Tagen emsig Kritik an der Art der Intendantenfindung gegeben, von einer Hauruck-Methode war sogar die Rede, nur drei Tage vor der Landtagswahl. Markus Müller (39), amtierender Generalintendant in Oldenburg, hatte erst Mitte Dezember seinen Weggang für 2014 verkündet.

Drei Kandidaten, Namen wurden nicht bekannt, hatten sich am Donnerstag in einer letzten Runde im Verwaltungsausschuss vorgestellt. Von vornherein war klar, so die Ministerin, dass man jemand sucht, der eine Musikaffinität mitbringt, man möchte ausdrücklich das Musiktheater stärken.

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„Wir haben mit ihm Glück gehabt“, betonten unisono Ministerin und Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner. Firmbach selbst, der sich auch in Essen um die die Leitung von Oper und Philharmonie beworben hatte, sprach gleich von einer großen Verantwortung: „Wir wollen die Region Oldenburg mit gutem Theater versorgen. Als Alleinversorger kann sich das Theater dabei keinem strengen ästhetischen Programm verschreiben, es muss ein Theater für alle sein!“

Firmbach ist seit 2008 als Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter des Generalmusikdirektors am Theater Bonn tätig. Geboren wurde er am 29. April 1967 in Kassel. Er studierte Gesang an der Musikhochschule Köln, stand auch in Produktionen auf der Bühne, wandte sich aber der Regie zu. Er arbeitete als Assistent von Andreas Homoki, Peter Mussbach und Nicolas Brieger. Am Theater Bonn durchlief er in einer ersten Phase von 1997 bis 2004 mehrere Positionen, gestaltete auch den erzwungenen Zusammenschluss von Sparten mit. 2004 wurde Firmbach Künstlerlicher Betriebsdirektor und Stellvertreter des Intendanten John Dew in Darmstadt, bevor er 2008 wieder nach Bonn ging. Dort hätte er auch eine Perspektive für die nächsten Jahre gehabt.

Firmbach ist verheiratet, hat vier Kinder, seine Frau ist als Musikdramaturgin tätig, im Moment für die Frauenkirche in Dresden („das geht von zu Hause aus“). Seine Frau sei seine strengste Beraterin.

Ministerin Wanka betonte schließlich noch einmal, dass Kritik an der Intendantenfindung unangebracht sei: „Das Land zahlt 75 Prozent der Kosten des Staatstheaters!“, der Ausschuss habe nur ein Vorschlagsrecht. Und Markus Müller habe sich bereits seit längerer Zeit an anderen Theatern, darunter in Wiesbaden, beworben. Da habe man sich eben schon vorbereitet und nach Ersatzkandidaten umgesehen. Das Nicht-Ausschreiben der Stelle sei völlig „üblich in der Branche“.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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