Heidelberg - Das von mehreren Terroranschlägen erschütterte Belgien steht im Mittelpunkt des diesjährigen Heidelberger Stückemarkts. Man habe sich vor einem Jahr für das Gastland Belgien entschieden – nun habe diese Entscheidung eine traurige Aktualität erlangt, sagte jetzt der Intendant des Theaters Heidelberg, Holger Schultze, bei der Vorstellung des Festivalprogramms.
Angesichts der aktuellen Ereignisse in Brüssel werde das Rahmenprogramm des Stückemarkts nachjustiert. Man werde versuchen, Gesprächspartner einzuladen, die die aktuelle politische Situation in Belgien beleuchten.
Schon jetzt beschäftigten sich mehrere Stücke im Programm des Festivals mit dem Thema Terrorismus, sagte Schultze. Der 33. Heidelberger Stückemarkt dauert vom 29. April bis zum 8. Mai.
Auf dem Programm stehen unter anderem 16 deutschsprachige Gastspiele, darunter vom Deutschen Theater Berlin, dem Schauspielhaus Graz und dem Residenztheater München. Zudem geben vier belgische Ensembles Gastspiele. So stellt die renommierte Theatergruppe Jan Lauwers & Needcompany ihre neueste Produktion „Der blinde Dichter“ vor.
Der Heidelberger Stückemarkt ist eine Plattform für zeitgenössische deutschsprachige und internationale Dramatik und innovative künstlerische Ansätze. Im Jahr 1984 ins Leben gerufen, wird das Festival jährlich vom Theater und Orchester Heidelberg veranstaltet und präsentiert jeweils an zehn Tagen im Frühling ein umfangreiches Gastspielprogramm aus Uraufführungen von Theatern und Gruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sowie neue, noch nicht uraufgeführte Stücke.
Seit 2001 stellt das Festival auch jeweils die Theaterszene eines anderen Landes in den Fokus – die Gastländer der vergangenen Ausgaben waren Griechenland, Finnland und Mexiko.
