THÖLSTEDT - 50 Jahre ist es an diesem Freitag her, dass in der Alexanderkirche in Wildeshausen die Hochzeitsglocken für Helga und Fritz Beneke läuteten. Eine lange Zeit, in der viel passierte und aus der viele Geschichten erzählt werden können, wenn das Fest der goldenen Hochzeit gefeiert wird. Der offizielle Teil mit Empfang von Bürgermeister und Pastor sowie verschiedenen Vereinsvertretern wird das Jubelpaar an diesem Freitag in Atem halten. Am Sonnabend folgt die große Jubiläumsfeier. Dann werden sich die Kinder, elf Enkelkinder, Verwandte, Freunde, Nachbarn und Jagdkollegen ein Stelldichein geben und zur goldenen Hochzeit gratulieren. Dazu werden die Signale der Jagdhornbläser aus Wildeshausen zu hören sein.

Angefangen hat alles im damals als „Schuppen 17“ bezeichneten Jägerkrug in Hanstedt. „Nach dem Kino sind wir immer dorthin gefahren, um zu klönen und zu tanzen“, erinnert sich Fritz Beneke zurück. Auch die Eltern von Helga Harms, so ihr Mädchenname, schauten mit der damals 17-Jährigen einmal im Jägerkrug vorbei. Fritz Beneke forderte Helga Harms zum Tanz auf, und es funkte. Allerdings musste er noch etwas warten. Mit seinem damals stadtbekannten roten Volkswagen traf er Helga, als sie von der Arbeit im Haushalt bei Elektro Benecke in Wildeshausen kam. Rund ein Jahr später im Dezember war Hochzeit.

Zwei Söhne und zwei Töchter hielten die Familie auf Trab. Für Helga Beneke galt es zudem, aus der Stadt in einen Haushalt in einer Bauerei zu ziehen. All dieses schaffte sie aber mit Bravour.

Ihr Fritz hatte derweil zahlreiche Ehrenämter neben der Arbeit auf dem eigenen Hof auszufüllen. Vor der Heirat frönte er dem Motorradsport, wurde im Gelände und Geschicklichkeitsfahren mit seinen NSU-Maschinen sogar Niedersachsenmeister. Nach der Heirat stand er dem Hegering Wildeshausen 30 Jahre als Leiter vor, war und ist im Heimatverein Düngstrup sowie im Schützenverein Altona aktiv. Außerdem verschrieb er sich als FDP-Mitglied der Kommunalpolitik. Fünf Jahre führte er den Fraktionsvorsitz, 20 Jahre war er als Ratsherr für die Liberalen im Stadtrat. Aber auch im Aufsichtsrat der Molkerei Wildeshausen arbeitete er viele Jahre mit und war auch als Jagdhundeobmann tätig. Helga Beneke ist bei den Landfrauen aktiv, und gerne pflegt sie die Tradition der Kaffeekränzchen.