THüLE - THÜLE/KRF - „In diesem Winter war die Pechmarie bei Frau Holle in Stellung.“ So brachte ein Großvater die Darbietung des Grimmschen Märchens auf der Bühne der Grundschule Thüle mit dem milden Winter in Verbindung.
Er zollte den jungen Schauspielern sowie den Lehrern höchstes Lob für die gelungene Aufführung sowie für Bühnenbild, Kostüme und Maske. Unter dem Motto „Märchen in der Schule“ hatten die Lehrer mit ihren Schülern eine Projektwoche organisiert. Die Kinder beschäftigten sich mit Märchen wie „Hänsel und Gretel“, „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Aschenputtel“ und natürlich „Frau Holle“.
In Vorbereitung auf die Projektwoche hatten die Kinder im Sportunterricht unter der Leitung ihrer Lehrerin Claudia Meyer-Ratken den Schneeflocken- und den Apfelbaumtanz einstudiert. Es wurden kleine Märchenbücher gebastelt sowie kleine, aber auch fast zwei Quadratmeter große Bilder zu den Geschichten gemalt. Die Theater AG hatte unter „Regisseurin“ Claudia van Koten sowie ihrer „Assistentin“ Sabine Rolfes das Märchen „Frau Holle“ einstudiert. Die Kinder führten das Stück den Großeltern und in einer zweiten Aufführung den Eltern vor.
Noch bevor Schulleiterin Elsbeth Hömmken die Besucher zu den Aufführungen begrüßte, sangen die Mädchen und Jungen der Schule in einem großen Chor zum Willkommen: „Kumm ais in, sett di daol und loop nich fors all weder wech“. Zum Programm gehörten auch plattdeutsche Gedichte wie „De dree Lünicks“.
Bei der Aufführung des Märchens gab es immer wieder Beifall für die jungen Künstler, die ihre Rollen perfekt beherrschten. Auch die Tanzgruppen und Sänger wurden mit viel Applaus gewürdigt.
Nach den Aufführungen waren die Besucher zu einer Kaffeetafel eingeladen, die der Elternrat vorbereitet hatte. Die Schüler boten ihre Basteleien, Bilder und selbstgebackenes Brot zum Verkauf an, um von dem Erlös Spiel- und Lernmaterialien anzuschaffen.
