Großenkneten - Er leitete ehrenamtlich in Huntlosen die evangelische Jugendarbeit, sie lebte in Sage-Haast und arbeitete als kaufmännische Angestellte in der Gemeinde Großenkneten. Doch kennengelernt haben sich Heidrun (geborene Losecke) und Heinz Heinsen auswärts: in der Stadt Oldenburg. Dort trafen sie sich in einer Gruppe junger Christen. Das war Anfang 1964. Noch im selben Jahr folgte die Verlobung. Das Paar hatte sich gefunden.

Am 13. August 1965 traten sie vor den Altar in der St.-Marien-Kirche in Großenkneten und gaben sich vor Pastor Folkert Folkers das Ja-Wort. Anschließend wurde im Elternhaus der Braut in Sage-Haast „schön gefeiert“, wie sich die Heinsens im Gespräch erinnern. Heute feiern sie wieder: ihre goldene Hochzeit, zunächst mit einem Gottesdienst ab 17 Uhr in der Großenkneter Kirche mit Pastor Dietrich Jaedicke, anschließend mit der Familie und  vielen geladenen Gästen.

Das junge Ehepaar zog 1965 in ihr Elternhaus in Sage ein. Dazu wurde eine Wohnung angebaut. Er war gerade frisch gebackener Verwaltungsfachangestellter bei der LVA Odenburg-Bremen. 1968 kam mit Heike das erste Kind, 1970 Helge und schließlich 1977 Helgard. 1970 wurde in Sage auf dem Anwesen gebaut. Ans vorhandene Haus wurde ein weiteres Haus angesetzt. „Da konnten die Kinder toben“, erinnert sich Heidrun Heinsen gerne an das Gelände zurück, das heute die Pfadfinderbildungsstätte ist.

In der Kirche hatte sich Heinz Heinsen schon als Jugendlicher engagiert. Die ehrenamtliche Tätigkeit und der Einsatz für das Gemeinwesen wurden für ihn zur großen Leidenschaft. Seit 1972 für die SPD im Großenkneter Rat, von 1990 bis 2001 Bürgermeister, seitdem Ratsvorsitzender, jahrzehntelang im Kreistag. Dazu kamen zahllose Ämter im kirchlichen und sozialen Bereich bis hin zur Präsidentschaft der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg. 1996 bekam er dafür das Bundesverdienstkreuz. „Das war Teamwork“, so Heinz Heinsen über seine Frau, die ihn stets unterstützt habe bei seinen vielen Aufgaben.

In den Urlauben wurde ab Mitte der siebziger Jahre das Campen mit Wohnwagen favorisiert, gerne in Dänemark.

Im Jahr 2000 entschieden sich Heinsens, neu zu bauen: am Quellenweg in Großenkneten. Hier fühlen sie sich wohl und genießen es besonders, wenn einer der fünf Enkel (von drei bis 20 Jahren) zu Besuch kommt.