NWZ
berichtete), hat einen Partner gefunden.Und mehr noch: „Die beiden paaren sich. Vielleicht gibt es bald Nachwuchs“, so Storchenvater Herbert Dettmann am Dienstag im Gespräch mit dieser Zeitung. Dass Störche als Paar in Norddeutschland überwintern und auch nach Nachwuchs zeugen, ist eine Seltenheit, weiß Dettmann. Störche sind Zugvögel und fliegen im August in den Süden – nach Spanien, Portugal oder sogar bis nach Afrika. Dort ist es nicht nur wärmer. Es gibt auch mehr Nahrung.
Für das Storchenpaar in der Ferienhaussiedlung am Erlenteich in Oberhammelwarden ist die Hauptnahrungsquelle die nahe gelegene Mülldeponie an der Bundesstraße 212. „Dort gibt es viele Ratten und Mäuse“, so der 71-Jährige. Aber auch Regenwürmer und Maulwürfe stehen auf der Speisekarte der Störche. „Sie sind gerade dabei, ihr Nest herzurichten. Das Männchen sammelt Stöcker zum Bauen, das Weibchen wartet im Nest“, so der pensionierte Polizist weiter.
Seit der erste Winterstorch im Oktober in den Garten geflogen kam, steht das Ehepaar Dettmann im Blickfeld öffentlichen Interesses, gab Interviews im Rundfunk, Fernsehen und sogar eine Live-Schaltung in eine laufende Radiosendung wurde kurzerhand gestartet.
Mit den Störchen als Gäste ist bei dem Dettmanns auch im Ruhestand noch eine Menge los. So bekomme die Nachbarin, eine Hebamme, regelmäßig Besuch von den Störchen, was für große Belustigung in der Nachbarschaft sorgt. „Ich vermute, die beiden arbeiten zusammen. Wenn die Hebamme einmal frei hat, springt der Storch ein. Ihm wird ja nachgesagt, dass er die Kinder bringt“, sagt Herbert Dettmann und lacht herzlich.
Seine Ehefrau Mady führt seit Dezember Buch über das Storchen-Paar. In einem Notizbuch erfasst sie alle Anwesenheiten der Störche. „Sie kommen meistens zwischen 10 und 13 Uhr“, so Mady.
