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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Til Schweigers Ausflug ins ernste Fach

29.04.2009

HAMBURG Til Schweiger wie immer – denkt man am Anfang. Doch der erste Anschein trügt. Der Frauenschwarm mimt zwar in seinem jüngsten Film „Phantomschmerz“ den charmanten Herzensbrecher, wie man ihn aus dem Kino-Erfolg „Keinohrhasen“ kennt. Seine neue Leinwandfigur Marc hat ständig wechselnde Liebschaften und nie Geld, selbst für seine zwölfjährige Tochter Sarah (gespielt von Schweigers Tochter Luna) nicht.

Leben neu ordnen

Seine Leidenschaften sind Frauen, sein Rennrad und das Erzählen von Geschichten. Doch schon der Titel des Streifens verrät, dass Schweiger mit keiner weiteren Komödie aufwartet: „Phantomschmerz“ ist ein Drama, in dem ein Mann bei einem Unfall ein Bein verliert und erst danach sein Leben neu ordnet – basierend auf einer wahren Begebenheit.

Das reale Vorbild für die Figur des Marc ist der Kanadier Stephen Sumner, der mit dem Regisseur des Films, Matthias Emcke, befreundet ist. 2004 hatte er in Italien einen Unfall und verlor dabei sein linkes Bein. „Matthias ist einer meiner engsten Freunde, er drehte gerade in Berlin, als ich in der Toskana, in der Nähe von Siena, meinen Unfall hatte“, erzählt Sumner.

Emcke liefert mit „Phantomschmerz“ sein Spielfilmregie-Debüt ab. Der Regisseur lebt seit Mitte der 90er Jahre in Los Angeles und arbeitet dort seit Jahren als Produzent. Seine Emotionalität sei in diesem Fall ausschlaggebend gewesen, das Projekt anzugehen, sagt er.

Respekt vor Schweiger

Schweiger und Emcke arbeiteten bereits vor zehn Jahren zusammen, dennoch hatte Emcke „höllischen Respekt“ vor dem Filmstar – „zumal er ja meistens selber Regie führt“. Von Sumner, der selbst im Film auftritt, lernte Schweiger das Gehen mit einer Prothese. „Er imitiert sehr erfolgreich, meine Art zu gehen“, sagt der Kanadier.

Schweiger wusste diese Hilfe sehr zu schätzen: „Er hat mir viel über die Schmerzen erzählt. Und darüber, wie das so ist, wenn man ein Modell-Athlet ist und mit beiden Beinen im Leben steht – und im nächsten Moment ändert sich alles.“

Nach den Komödien „Keinohrhasen“ und „11/2 Ritter“ gelingt es Schweiger – diesmal mit langen Haaren und mit Jana Pallaske als Partnerin – bei seinem Ausflug ins ernste Fach, sich von einer anderen Seite zu zeigen.

Das Drehbuch habe ihn sofort gefesselt, sagt der Hauptdarsteller. „Ich musste beim Lesen mehrfach weinen und habe gemerkt, dass mich das emotional packt“, berichtet er. Sein tragischer Held findet erst nach der Verletzung zurück ins Leben. Dass Marc nicht nur sein Talent zum Schreiben nicht auslebt, sondern auch Probleme aus der Kindheit mit sich herumträgt und die Fehler seines eigenen unsteten und alkoholkranken Vaters zu wiederholen beginnt, wirkt mitunter zu problembeladen.

Schweiger mal anders

Zwischen bewegenden Szenen, etwa wenn Marcs bester Freund Alexander (Stipe Erceg) ihm die Notwendigkeit der Amputation mitteilen muss, lauert bisweilen die Gefahr von Klischees. Doch dann wieder gibt es Momente, in denen der „Phantomschmerz“ regelrecht zu spüren ist – Schweiger mal ganz anders als in seinen Komödien.

wwws.warnerbros.de/phantomschmerz/

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