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Andy Ist Auf Einem Tennisturnier Festival in Tossens ist frech, jung und ausverkauft

Claus Hock

Tossens - Wenn kodderschnautzige Chemnitzer die Massen begeistern und wenn der Sänger von Faakmarwin im leider nicht knallroten Gummiboot von der Menge getragen wird, dann kann das nur eines bedeuten: Am Wochenende war in Tossens wieder „Andy ist auf einem Tennisturnier“ angesagt.

Zum sechsten Mal fand das Festival in Butjadingen statt – und es war wieder ein Stückchen größer als im Jahr zuvor. Mehr Bühne, mehr Gäste, mehr Spaß und dazu noch ein Line-Up, welches Bekanntes und Neues miteinander vereint. Ein Konzept, das funktioniert: Mit knapp unter 1000 Gästen war das diesjährige Andys ausverkauft.

Wechsel im Line-Up

Dabei fing es dieses Mal gar nicht so gut an. Gleich zwei Ausfälle musste das Andys beklagen: Der Headliner des Freitags, die Band Rakede, musste kurz vor dem Festival absagen und schon zuvor musste dies auch die Band „Waves of Joy“ tun. Zum Glück konnte aber Ersatz beschafft werden. Am Freitagabend sprangen die Emsländer von „Razz“ ein – und überzeugten mit ihrer Mischung aus Blues- und Indie-Rock auf ganzer Linie. Voller wurde es danach nur noch beim DJ-Set von Andys Hausband „Faakmarwin“. Aber auch ohne Band und in ungewohnt elektro-lastiger Form war Faakmarwin wieder Garant für gute Laune auf und vor der Bühne. Maritim wurde es, als sich der Sänger im Schlauchboot durch die Menge tragen ließ.

Andy ist auf einem Tennisturnier – Die Bilder

Andy ist zum sechsten Mal auf einem Tennisturnier – und ausverkauft

Swutscher und Blond

Auch am Samstag gab es für die ausgefallenen „Waves of Joy“ einen guten Ersatz. „Hi! Spencer“ kamen spontan wieder, nachdem sie bereits bei der fünften Auflage des Festivals auftraten. Die Band aus Osnabrück schafft den Spagat zwischen Pop und Indie-Punk. Gerade die Stimme von Frontmann Sven Bensmann sorgt dafür, dass die Lieder sich dauerhaft einen Platz in den Gehörgängen suchen.

Lesen Sie auch : „Andy ist auf einem Tennisturnier“ auf Klarnordisch

Aber fast jeder Auftritt lohnte sich an diesem Wochenende. Besonders, aber ganz subjektiv, hervorzuheben sind die Bands „Swutscher“ (Freitag) und Blond (Samstag). Die Musiker von Swutscher schrammelten sich rotzig durch ihren ganz eigenen Folk-Punk, nippten zwischen den Versen und Akkorden an der Bierflasche und zogen genüsslich an der Kippe. Die Hamburger Band zeigt allen musikalischen Erwartungen genüsslich den Stinkefinger – und das Andys schunkelte bei „Bierstübchen“ genüsslich im Takt. Da hat jemand aus dem Orga-Team definitiv die richtige Wahl getroffen.

Freche Chemnitzer

Was auch für das Trio „Blond“ gilt. Die Chemnitzer Johann Bonitz, Lotta und Nina Kummer waren auf dem Andys kodderschnautzig und frech. Das gefiel. Die Band kombiniert alle musikalischen Genres, auf die sie gerade Lust hat – man kann gar nicht anders, als sich in diese Band zu verlieben. Nach Blond gab sich der Rapper Weekend die Ehre – und das Andys drehte noch einmal so richtig auf.

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