Rastede - Beim Theater Orlando ist eine denkwürdige Spielzeit zu Ende gegangen. Mit der Inszenierung „Tour de Farce“ habe das Theater das erfolgreichste Stück in seiner mehr als 30-jährigen Geschichte auf die Bühne gebracht, berichtet Sylvia Meining. „Im Januar waren wir bereits ausverkauft. Das hat es bisher noch nicht gegeben“, sagt die Theaterleiterin und Schauspielerin. Sie steht in dem Stück zusammen mit Ulf Goerges auf der Bühne.
Nicht nur aufgrund des großen Publikumsinteresses soll das Stück in der nächsten Spielzeit wieder aufgenommen werden. „Es hat so unglaublich viel Spaß gemacht, nicht nur uns auf der Bühne, sondern vor allem auch dem Publikum“, schildert Silvia Meining. Es sei ein Geschenk, den Menschen so viel Freude zu bereiten, „einen Abend, an dem sie einfach für zwei Stunden den Alltag vergessen können.“
Die Figuren treten in dem Stück in unglaublicher Geschwindigkeit auf: aus verschiedenen Türen, dem Kleiderschrank und anderen Orten. Das Stück um Liebe, Macht und Medien von Philip LaZebnik und Kingsley Day ist für die Schauspieler ein Parforceritt mit über 40 Kostümwechseln, bei dem die Lachmuskeln der Zuschauer aufs Höchste strapaziert wurden.
Im Mittelpunkt stehen der Literat Herbert Gladney und seine Gattin Rebecca, die in einem Hotelzimmer einchecken. Sie befinden sich auf Promotiontour für sein Buch „Ehe währt für immer“, Leitfaden für die glückliche Verpartnerung.
Das Problem: Während der zehnjährigen Arbeit an dem Bestseller ging die eigene Verbindung des Schriftstellers den Bach runter. Die cholerische Rebecca wahrt nur aus Tantiemegründen den schönen Schein.
Wer Lust hat, sich auf diese Strapaze einzulassen, kann bereits jetzt Karten für die nächste Spielzeit buchen, die im Oktober beginnt, wenn es wieder heißt: Vorhang auf für die „Tour de Farce“.
