• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Theater: Trauer um Berliner Königin der Boulevard-Bühnen

05.06.2015

Berlin Sie blickte auf eine jahrzehntelange Bühnenkarriere zurück: Im Alter von 86 Jahren ist die Schauspielerin Edith Hancke am Donnerstag in Berlin gestorben. Die original „Berliner Pflanze“ mit der kratzigen, schrillen Stimme liebte das Publikum und den Applaus. „Ich brauche das!“, sagte sie einmal.

Ihre markante Stimme war eine Folge einer missglückten Mandeloperation, der sich Hancke im Alter von acht Jahren unterziehen musste. An der Schauspielschule fiel die gebürtige Berlinerin damals „wegen Talentlosigkeit“ durch. Drei Wochen später bekam sie jedoch schon ihre erste Filmrolle in Hauptmanns „Biberpelz“.

Sie spielte am Berliner Renaissance-Theater, am Deutschen Theater, am Schiller-, Schlosspark- und Hansa Theater – und mit ihrem Ehemann und Schauspielerkollegen Klaus Sonnenschein dann viele Jahre an der Tribüne. „Keine Ehe nach Maß“, „Arsen und Spitzenhäubchen“, „Mein Vater der Junggeselle“ oder „Verzwickte Lügen“ hießen nur einige der Stücke, in denen Hancke auf der Bühne stand. Daneben war sie in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen, von „Der Hauptmann von Köpenick“ (1956) mit Heinz Rühmann bis zur TV-Filmkomödie „Schaumküsse“ (2009) an der Seite von Christine Neubauer.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ihre Lieblingsrolle war die der Annie Wiesner in dem auch sozialkritischen Stück „Das Fenster zum Flur“ von Curth Flatow und Horst Pillau. „Ich habe mir ausbedungen, möglichst alle fünf Jahre mal ein Stück zu spielen, in dem nicht nur Quatsch gemacht wird. Ich will ja auch mal zeigen, dass ich auch noch etwas anderes kann“, sagte sie einmal. Dabei stand sie nicht gern im Mittelpunkt, die zierliche und privat eher zurückhaltende Schauspielerin. Aber es sei so schön, wenn die Menschen im Theater lachen und für zwei Stunden mal ihre Probleme vergessen können.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.