Süddorf - Afrikanisches Temperament erlebten am Sonntag die Besucher des musikalischen Gottesdienstes in der Süddorfer Martin-Luther-Kirche. Justice Djamson aus Ghana, Musiklehrer in Accra, war auf Einladung der Norddeutschen Mission eine Woche in Süddorf, um die Chortage zu begleiten. Gemeinsamer Gesang und das Trommeln standen dabei im Mittelpunkt.
Mehr als 70 Haupt- und Vorkonfirmanden beteiligten sich an den Workshops, dazu kamen noch Übungseinheiten mit den Gospelchören aus Edewecht und Petersfehn/Friedrichsfehn. Sowohl Justice Djamson als auch die vielen Teilnehmer hatten im Projekt „Raining Justice“ ihren Spaß in den Arbeitsgruppen und waren mit dem Verlauf sehr zufrieden.
„Vor der Christianisierung wurden deutsche Missionare nach Afrika geschickt, jetzt laden wir afrikanische Christen nach Deutschland ein, um den Menschen hier den Spaß am Rhythmus im Gottesdienst zu vermitteln“, so Dr. Emmanuel Noglo aus Togo, Afrika-Referent der Norddeutschen Mission. „Die Besucher sollen den Rhythmus und die Fröhlichkeit, die in den Gottesdiensten in Ghanas Kirchen gelebt werden, hier vor Ort erfahren.“
Insgesamt fünf Projekte in fünf evangelischen Kirchengemeinden im norddeutschen Raum über jeweils eine Woche standen auf dem Arbeitsplan von Djamson. Bei den „Süddorfer Chortagen“ waren es aber nicht allein der Gesang und das Trommelspiel, die im Mittelpunkt standen. Mit der Musik wurde gleichzeitig der Klimawandel thematisiert. In seiner Predigt am Sonntag wies Noglo darauf hin, dass in Deutschland pro Jahr pro Kopf zehn Tonnen Kohlendioxid produziert werde, in Ghana nur 0,4 Tonnen. „Obwohl Ghana also wesentlich weniger zum Klimawandel beiträgt, sind sie davon wesentlich härter betroffen“, klärte Emmanuel Noglo auf.
In Verbindung mit der afrikanischen Musik sollen hier die Menschen und sensibilisiert werden, verantwortungsvoll mit der Natur als Lebensraum umzugehen. „Es ist ein Thema für die jetzige Generation mit Hinblick auf die nachfolgenden“, unterstrich Pastorin Dr. Tabea Rösler die große Bedeutung bei der Bekämpfung des Klimawandels.
Ziel des Projektes „Raining Justice“ ist es, das Verhalten so zu ändern, dass Menschen bewusst den Kohlendioxidausstoß möglichst vermeiden. „Das wenige, das wir machen können, ist schon gut“ lautet der Grundsatz von Noglo.
