Verzichtet hätte ich gerne auf meine Krankheit vor Weihnachten.
Auf das Verhalten zweier Vorstandskollegen mir gegenüber in meinen Kleingartenverein.
Auf das Erdbeben in Haiti mit den schrecklichen Bildern von zerstörten Häuser, von Kindern, die zu Waisen geworden sind, von Hunger und Elend. Es hat gezeigt, wie sehr wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen und trotzdem häufig über Dinge klagen, die wirklich nicht beklagenswert sind.
Leider musste ich meine alte Jagdhündin, die schwer erkrankt war, einschläfern lassen. Da sie Familienmitglied war, war das ein sehr schmerzlicher Moment.
Besonders beeindruckt hat mich mein Lebensgefährte, weil er mir immer so treu zur Seite steht, besonders während meiner Krankheit.
Mein jüngstes Enkelkind Silaf hat sich nach schwerer Krankheit sehr gut erholt, und darauf ist die ganze Familie stolz. Wir freuen uns auf seinen vierten Geburtstag im April.
Frank-Walter Steinmeier, der seiner Frau eine Niere spendete, hat mich sehr beeindruckt.
Thomas Müller, der Torschützenkönig bei der Fußballweltmeisterschaft, weil er trotz seines jungen Alters und seiner internationalen Unerfahrenheit kaltschnäuzig genug war, dem Druck standzuhalten.
Mein Lieblingslied 2010 war „Wonderful Life“ von Hurts. Besonders genervt hat mich eigentlich kein Lied.
Lena Meyer-Landruts „Satellite“ fand ich sehr gut. Überhaupt nicht gefallen haben mir die Vuvuzelas bei Übertragungen der Fußballweltmeisterschaft – vor allem, wenn man sich nach einer Nachtschicht ein solches Brausen anhören musste.
Besonders gefallen hat mir „Come around Sundown“ von den Kings of Leon. Auf die Nerven gegangen ist mir Lady Gagas „Monster“.
Ein Lieblingslied habe ich für mich 2010 nicht gefunden. Besonders genervt hat mich „Satellite“, weil damit ein nicht besonders gutes Lied nur über eine perfekte Medien-Show zum Sieg in Oslo geführt worden ist.
Also an erster Stelle steht für mich wirklich Gesundheit, und dass ich noch stabiler werde. Das wünsche ich mir. Und dass ich weiterhin mit meinem Lieben so glücklich zusammen bleibe.
Wieder unbeschwerte Stunden im Kleingarten und ein gutes Miteinander aller.
Natürlich Frieden, ein besseres Verständnis zwischen den Religionen, Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut, Hunger, Krankheiten und akzeptable Lösungen im Umgang mit Afghanistan.
Stabile wirtschaftliche Verhältnisse und ein friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise.
