Elsfleth - Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Elsfleth möchte mit ihrem Gemeindehaus in das ehemalige Aldi-Gebäude an der Steinstraße umziehen. Eine Grundlage dazu haben am Donnerstag zunächst der Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung – mit einer entsprechenden Beschlussempfehlung – und anschließend der Rat der Stadt Elsfleth geschaffen. Einstimmig votierten die Ratsmitglieder für eine Änderung des Bebauungsplanes. Das Areal an der Steinstraße, bislang als Sondergebiet verzeichnet, wird einer kirchlichen Zweckbestimmung zugeschrieben.
Die Pläne schlummern schon lange in den Schubladen. Bereits Ende des vergangenen Jahres waren die Räume im alten Aldi-Markt schon von der Kirchengemeinde für einen Basar genutzt worden. Es wird jedoch noch eine Weile dauern, ehe der Umzug von der Oberrege 17 (die NWZ berichtete) an die Steinstraße erfolgen kann.
Neben dem ehemaligen Aldi- und späteren Getränkemarkt liegen der Brunnen und die Aufbahrungshalle am Nicolaiplatz im Plangebiet. Während der Sitzung des Wirtschaftsausschusses hatte Diplom-Ingenieur Werner Steimer von der NWP-Planungsgesellschaft in Oldenburg die Planungen erläutert. Zwar seien auf dem Gelände – entgegen ursprünglicher Annahmen – keine Baudenkmale vorhanden. Die Kriegerdenkmale zählten nicht dazu. Das Haus Nummer 43 und die St.-Nicolai-Kirche stünden jedoch unter Denkmalschutz, was bei einer Neubebauung berücksichtigt werden müsste. Um das Gebäude als Gemeindehaus nutzen zu können, sind viele Faktoren zu berücksichtigen wie etwa der Lärmschutz. Die Geräusche, die entstünden, seien nicht gravierend, wie der geschäftsführende Gesellschafter der Planungsgesellschaft betonte.
