Jever - „Wir fühlen uns in Jever wohl und waren gut beraten, 2004 von Bremen in das Jeverland zu ziehen.“ Antje und Rainald Deike sind rundum glücklich in ihrer neuen Heimat Jever. An diesem Freitag, 20. Dezember, feiern sie Goldene Hochzeit.
Als etwas besonderes empfindet das Ehepaar Deike den 50. Hochzeitstag, denn „viele dürfen oder können das gar nicht erleben“, meinen sie. „Wir sind über Höhen und durch Täler gemeinsam gegangen und hatten stets das gemeinsame Ziel vor Augen – mit der Kraft und der Zuversicht aus dem Eheversprechen.“
Nach flüchtigen Begegnungen beim Studium in Kiel lernten sie sich näher kennen und schätzen und nutzten dann die Weihnachtsferien 1963 zur standesamtlichen Trauung in Bremen, der am 11. Januar 1964 das kirchliche Jawort folgte.
Dass Lesen und Reisen bilden – darauf verstehen sich die beiden, wobei ihnen Frankreich besonders nahe liegt. Die deutsch-französische Freundschaft förderten sie mit Austauschprogrammen für das französische „Centred Changes International Paris“ in Bremen. Sie sind als „Grenzgänger“ Mitglieder in der Ländlichen Erwachsenenbildung und im Heimatverein Wittmund. Beim Stammtisch „Die Getreuen von Jever“ schätzt man die pointierten und fundierten Beiträge des rüstigen ehemaligen Gymnasialdirektors.
Rainald Deike wurde am 2. Mai 1936 in Malchin geboren, erlebte nachhaltig die Kriegszeit mit dem Einmarsch der Russen und ihre Einquartierung im Elternhaus. 1946 floh er mit seiner Mutter nach Westdeutschland, wohnte ab 1947 in Bremen, erhielt dort 1956 das Abiturzeugnis und studierte Romanistik und Geografie in Marburg und Kiel.
Antje Deike, geborene Clausen, wurde 1940 in Hannover geboren, dort „ausgebombt“, wohnte danach mit der Mutter bei den Großeltern in Heidelberg und zog nach dem Krieg zum Vater nach Treia bei Husum. Nach dem Abitur 1959 studierte sie Romanistik und Anglistik in München und Kiel. Doch nach anfänglicher gemeinsamer Lehrertätigkeit gab sie zugunsten der Familie ihren Beruf auf, arbeitete als „Feuerwehrlehrkraft“ und als Nachhilfe-Lehrerin.
