Sande - Darauf kann der Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven wahrlich stolz sein: Die Deutsche Unesco-Kommission hat sein Projekt „Zukunft einkaufen“ als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Das Bildungsprojekt zeige eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen könne, es vermittele verständlich, wie Menschen nachhaltig handeln könnten, heißt es in der Begründung.

Das Projekt ist auf insgesamt drei Jahre angelegt und befindet sich derzeit in der Pilotphase, an der sechs Kirchengemeinden und eine Einrichtung teilnehmen. Vor rund einem Jahr begann Marie Halbach in den Kirchengemeinden Jever, Schortens, Sande, Varel, in Wilhelmshaven in der Christus und Garnison- und der Luther-Gemeinde sowie im Diakonischen Werk eine Bestandsaufnahme der Einkäufe, um dann schrittweise eine Umstellung zu ökologisch vertretbaren und fair gehandelten Produkten zu erreichen.

Beim Kaffee sei das recht einfach, bei Putzmitteln, die häufig schon seit Jahren verwendet würden, sei dagegen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, so Halbach.

Doch es geht auch um Blumen, die unter großen gesundheitlichen Belastungen angebaut werden, oder um Grabsteine, für deren Materialbeschaffung häufig Kinder in Steinbrüche geschickt würden.

Im Beisein von Kreispfarrer Christian Scheuer, Rüdiger Schaarschmidt von der evangelischen Familienbildungsstätte, bei der das Projekt fachlich angebunden ist, Jobst Seeber von der Landessynode der Kirche, Barbara Riek von der Inlandsförderung von „Brot für die Welt“ (Personalkostenzuschuss), Götz Strömsdörfer vom Kreiskirchenrat und Pastor Gerd Pöppelmeier (Sande) zog Halbach rund ein Jahr nach dem Start eine erste große Bilanz.